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Nargana – Green Island

15.03.2011

Am Morgen waren am Ankerplatz schon wieder viele Aktivitäten zu beobachten, da ein Flugzeug von Panama mit Charter-Touristen ankam und die anderen wieder mitnahm. Man könnte es einen fliegenden Wechsel nennen. Ich machte mich auf dem Weg um noch Eier, Brot, Eis zu besorgen und weil der Getränkeladen heute offen hatte, kaufte ich noch Rum. Anschließend wurden bei Frederic dann noch die leeren Wasserkanister aufgefüllt. Alles wurde schnell verstaut, dann liefen wir aus nach Green Island. Ich, Karin, stand am Bug und drückte die Fernbedienung für den Anker. Die ersten Meter Kette kamen sauber an, dann wurde es schmierig und zu guter letzt war ich wie ein Wienerschnitzel paniert vom Schlamm. Wir nahmen die westliche Ausfahrt, immer schön Distanz haltend vom Riff und bald waren wir draußen. Dann ging es ab in den Waschraum, die inzwischen eingetrockneten Schlammpatzen waren ganz schön hartnäckig. Macht nix, wir steuern sowieso eine Insel an, die wunderbare Wasserqualität haben soll. Juhuu, wir liegen nach nur 4,6 sm vor einer mit hohen Palmen bedeckten Insel, der Anker ruht auf sauberen Sandgrund im kristallklaren Wasser. 11 Green Island Beim Eintauchen hinterließ er einen riesigen braunen Flecken, auch er bekam eine Generalreinigung. Dann wurden wir begrüßt von 2 Kunas, die in ihrem Kanu einige kleine Lobster hatten und uns verkaufen wollten. Weil sie so nett und gar nicht aufdringlich waren, wollten wir sie nicht enttäuschen und kauften  4 Stück um 6.- Dollar. Der Ankerkasten müsste aber bald gereinigt werden, aber damit wurde gewartet, denn wir waren gierig darauf, ins einladende Wasser zu springen. Ein super Gefühl, man konnte nicht genug davon kriegen. Endlich sind auch meine Fingernägel sauber. Kurt meinte daraufhin, dass ich ja jetzt, wo ich so sauber bin, in die Kombüse gehen könnte. Na gut, ich habe verstanden, der Herr war hungrig. Nach dem Essen, das bereits fertig war, war ich schon wieder im Wasser. Mit uns liegen noch 8 Yachten in dieser traumhaften Bucht. Gegen Abend fuhren wir mit dem Dinghy zum Strand und spazierten rund um die Insel. Am Strand trafen wir eine Familie mit 3 Kindern, die im Flachwasser eine Riesengaudi hatten und der Vater hat den Griller für das Picknick vorbereitet. Er erzählte uns, dass das der Wunsch seiner 3 Kleinen ist, am Strand zu spielen und zu essen. 11b Green Island Wir setzten unseren Weg fort und bei der Umrundung der Insel fand Kurt eine kleine – mit rosaroten Perlmutt versetzte Muschel (Conch), die er unserem Enkelkind Lily heim bringen möchte. Wieder auf der Südseite von Kanlildup – wie die Insel in Kuna Yala genannt wird – angekommen, grüßten wir zu Uli von der Kamaola rüber, der im westlichen Abschnitt seinen Anker geworfen hat.

11a Green Island

Nargana- Yandup

14.03.

Nach dem Frühstück widmete ich mich wieder meinem Datenkabel, um die Verbindung mit dem Computer und den Plotter bzw. Autopilot zu testen. Aber ich konnte machen was ich wollte, die beiden wollen nicht zusammen kommunizieren. Ich bekam keine Daten vom CP zum Plotter. So machte ich einen Bypass zum Coursecomputer und siehe da, es funktionierte, somit kann ich mit dem MaxSea und SeaClear den Autopilot steuern. Die digitalen Karten bzw. Wegpunkte von Eric Bauhaus, welche nur auf Seaclear laufen, kann ich nun auf meinen Plotter spielen und mit den Navionics Karten vergleichen, letztere sind für die San Blas-Inseln nicht besonders geeignet bzw. ungenau. In der Zwischenzeit ist es auch schon wieder Mittag und wir fuhren mit den Dinghy an Land, um bei dem kleinen Restaurant, welches uns von Fredric empfohlen wurde, Mittag zu essen. Vorerst gingen wir aber in die Schule, den dort sollte es einen Internetanschluss geben, um unsere Bilder in die bereits geschriebenen Berichte zu stellen, aber leider gibt es z.Zt. keinen Anschluss. Schnell kauften wir noch einige Dinge in Heidi’s Store und dann ging es zum Essen. Wir bestellten eine Schüssel Suppe, Fisch und geschnetzeltes Rindfleisch je mit Pommes und Salat.12 Mittagessen Die Suppe war nicht ganz unser Geschmack, aber man konnte sie essen. Der Rest war sehr gut. Hier kam auch Fredric vorbei u. ich fragte ihm, ob ich Wasser haben könnte. Er meinte ich soll um 15:00 Uhr mit dem Dinghy zu ihm kommen, was ich auch machte. Ich musste 2x fahren um unsere Wassertanks wieder voll zu bekommen. Der Wassermacher wird z.Zt. nur benützt, wenn es unbedingt notwendig ist, da die Lichtmaschine geschont werden muss.10e Nargana

Rio Diablo Insel Nargana Yandup

13.03.

Sonntag: In der früh sahen wir einige Yachtis schon mit vollen Einkaufstaschen zu ihren Booten kommen, das heißt es muss schon was geben in den Stores. Schnell einen Kaffee, rein ins Dinghy und in den Ort. Wir haben auch gleich 2 Säcke Schmutzwäsche mitgenommen, den es soll auch eine Laundry geben. Gleich beim Pier stand ein Mann, er stellte sich mit Frederik vor und er hat eine Lavanderia. Fein, so waren wir gleich unsere Säcke los und um 15 Uhr dürfen wir die saubere Wäsche wieder abholen. Frederik begleitete uns ein Stück des Rückweges und wir lockten aus ihm einige Informationen heraus. Er zeigte uns ein kleines Restaurant, das aber heute, sowie die meisten Geschäfte geschlossen bleibt. Beim einzigen Shop der offen war, kauften wir frische Gurken, Paprika und ein Pollo (Huhn). Dann ging es zurück zur Aleppo und das Sonntags- Frühstück wurde nachgeholt, mit dem kleinen Unterschied, dass es Bier statt Kaffee dazu gab. Danach ging mein Kapitän an das NMEA-183 Datenkabel, welches vom Computer zum Plotter geht und wir z.Zt. keine Verbindung bekommen. Ich kehrte unsere Terrasse sauber und plötzlich gab es viel zu sehen. Die meisten Yachten, die hier ankern sind Vercharterer und die sind gerade dabei, ihre neue Crew vom Flugplatz abzuholen. Die Landebahn ist schräg gegenüber vom Ankerplatz, auf der Insel Usdup, wo wir auch die Abflugshalle bzw. Hütte sehen können. Nachmittags fuhren wir zur Insel, gingen über die Brücke und spazierten durch die Gassen von der kleinen Insel Corazon de Jesus.10d Corazon de Jesus 10c Corazon de Jesus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Mittelpunkt ziert eine Jesus-Statue und ein Basketballplatz, wo wieder eifrig gespielt wurde. In 10 Minuten waren wir mit unserem Rundgang durch, sahen noch eine Weile dem Basketballspiel zu und gingen dann nach Nargana zurück, holten unsere Wäsche ab, bevor wir in Nalis Cafe auf einen Drink verschwanden.

Aridup – Rio Diablo Insel Nargana

12.03.

Heute morgen bei der Funkrunde haben wir gehört, das alles gut gegangen ist mit der Tsunami- Welle. Wir nahmen heute etwas zeitlicher den Anker auf und ziehen die ca. 20 sm weiter nach Nargana-Yandup. Als wir den Autopiloten einschalten wollten, ging er wieder einmal nicht. Schon lange nichts mehr los gewesen! Da die Ruderanzeige voll nach Backbord zeigte, war mir gleich klar, dass der Ruderstandgeber etwas haben musste. Karin übernahm das Steuer, ich musste in den Ruderraum und sah sogleich, dass sich der Geber ausgehängt hat. Danach ging auch alles wieder und wir segelten gemütlich mit 6,5 Knoten dahin. Als wir auf der Höhe der Devil Cays waren, fiel der Autopilot wieder aus, es ist wie verhext, was ist jetzt schon wieder? Die ganze Anlage einige Male ein u. ausgeschaltet und plötzlich funktioniert wieder alles. Es scheint mir, dass irgendwo eine Korrosion vorhanden ist, aber wo, das ist die Frage?? Als wir in Nargana einliefen lagen 8 Yachten vor Anker, auch Uli ist hier. Wir machten 2 Ankerversuche, aber der Anker hielt nicht, der Untergrund ist feiner Schlamm, wahrscheinlich vom Rio Diablo, der hier mündet. 3tes Manöver, da konnte ich plötzlich kein Gas mehr geben, ich dachte zuerst, dass das Gasseil gebrochen war. Ich rief Karin zu "Anker ab" und Gott sei Dank waren wir gerade in einer guten Ankerposition, ließen 40m Kette rein und hofften, dass er hält. Was sagte Uli einmal über einen solchen Ankergrund: Laß den Anker runter und trink 3 Bier, dann hält er. Mag wohl stimmen, der unsere hält jetzt auch. Ich machte mich danach gleich an die Arbeit,inspizierte das Gasseil und sah eine andere Bescherung. Es war nicht das Gasseil selbst, sondern die Plastikhalterung vom Gasseil war gebrochen. Zum gutem Glück konnte ich diese mit Kabelschellen wieder zusammen flicken und hoffe, dass diese hält, bis ich zu einem Ersatz komme. Gibt es natürlich nur bei Volo Penta, oder??
Der Duft aus der Kombüse machte meinem Pechsträhnen-Kapitän ganz hungrig, ich brutzelte Hühnerbrust in Rahmsosse, kochte Nudeln und schnitt Kraut für den Salat. Nach dem Essen ist das Stimmungbarometer wieder enorm gestiegen. Kurz vor der Dämmerung gingen wir an Land, wir müssen diese Insel mit den anderen vergleichen. Beim ersten Blick sahen wir schon, dass es hier nicht so idyllisch ist. 10 Nargana 10a  Nargana

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stromkabeln,  Fernsehantennen und einige Betonhäuser sorgen für ein anderes Bild. Wir marschierten durch die Village, Kinder spielen verstecken 10b Nargana und westlich gekleidete Jugend plaudern lachend über vielerlei, was wir nicht verstehen können. Man sieht kaum Molatragende Frauen, aus den Häusern drang Musik von Eros Ramazotti, Santana, etc., nur aus einem Haus kamen die Flötenklänge wunderbarer Indian’s Musik und dies aus der Anlage vom kleinen Laden Heidi, wo wir das erste Mal richtiges Kuna-bread (schmeckt wie Osterpinze, wird nämlich mit Eiern gemacht) kaufen konnten. Es gibt noch ca. 5 solcher Läden, wo man verschiedene Grundnahrungsmitteln kaufen kann. Wir waren auf der Suche von Gemüse und Obst, aber das Schiff kommt erst heute abend um 20 Uhr, wir sollen morgen früh ab 9 Uhr kommen. Weiters gibt es eine Bäckerei, Wäscherei, 3 Restaurants, Bank, öffentliche Telefonzellen, ja sogar Internet soll es geben und zwar in der Schule, aber da am Wochenende alles zu ist, müssen wir bis Montag warten. Am größeren Platz wurde Basketball gespielt und das mit großer Leidenschaft. Die Insel Nargana-Yandup ist mit einer anderen kleinen Insel Corazon de Jesus durch eine große Brücke verbunden. Die werden wir morgen genauer erkunden. Zum Abschluss gönnten wir uns ein Bier in Nelis Cafe, wo wir Uli Gesellschaft leisten durften.

Mono Island – Aridup

11.03.2011

Wir haben eine Excursion in den Mono-River mit dem Dhinghy unternommen. Eine Meile fuhren wir bis zur Mündung des Flusses, 09c Monoriver dann suchten wir uns bei den Untiefen durch, 09d Monoriver

 

 

 

 

 

 

 

 

 

die klar zu erkennen waren. Am Eingang sahen wir einem Einbaum auf uns zukommen, dessen Besitzer uns irgendein Zeichen gab, das wir als Gruß aufnahmen. Wir winkten freundlich retour, obwohl wir uns sicher waren, dass dies kein Zuwinken war. Wahrscheinlich braucht man hier zum Durchfahren eine besondere Genehmigung, die wir nicht hatten. Im River selbst herrschte totale Ruhe, hie und da sah man einen Reiher auf den Mangrovenwurzeln oder hörten verschiedenes Vogelgezwitscher. Sogar ein Uhu meldete sich deutlich, als wir ganz nah zu den Mangroven kamen. Im Flussbecken selbst liegen einige umgefallene Palmen, die sich entwurzelt haben, oder anderes Geäst. Man musste höllisch aufpassen um nicht eine dieser Barrikaden mit dem Motor zu erwischen. Weiter drinnen wurde es plötzlich ganz seicht, aber wir hoben den Motor auf und schon waren wir durch. Diese Stille, diese Ruhe ist immer wieder ein Moment, den man genießen muss. Dann kam wieder eine Stelle, wo das Wasser nur eine handbreit tief war und da erblickten wir am Ufer eine Tafel, die darauf hinwies, keinen Motor zu benützen. So ruderten wir noch eine Weile dahin bis wir zu einem richtigen urigen Urwald kamen, dann drehten wir um. Nicht einmal in dem Dickicht haben wir ein Krokodil gesehen, was mir eigentlich ganz recht war. Ich sehe mir diese Tiere sowieso viel lieber im Zoo an.

09f Monoriver 09e Monoriver

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wieder zurück auf der Aleppo wurde hurtig zusammen gepackt, wir wollten weiter nach Aridup. Bei der Riffausfahrt in der Höhe von Ilestu sahen wir die Windance auf Mono zusteuern. Schade, um einen Moment zu spät. In gleicher Höhe konnten wir uns noch etwas zurufen, dann bog einer nach links und einer nach rechts ab. Oje, Gegenwind, aber nach ca. 3 Meilen konnten wir endlich die Segeln setzen. Dann ging es aber hurtig dahin, wir hatten gutes Segelwetter. Aridup, das 2,5 Meilen nördlich von Snug Harbor liegt, war schnell erreicht und der Anker wurde knapp vor dem Riff im schönen 8 m tiefen, sandigen Ankerplatz versenkt. Eine traumhaft schöne, unbewohnte und saubere Insel mit excellentem Wasser und schönen Riffen. 08c Aritup Kurt schnorchelte trotz entzündender Wunde etwas später das Riff ab, ging auch an Land, wo er die 3 Männer traf, die wir schon vorher mit ihrem Boot vorbeiziehen sahen. Sie fischen und räuchern die Meerestiere. Am Abend hatten wir noch die Amigos "Rene" am Funk gehört – auf dem Netz von Günther 14.135 – die gerade auf den Galapagos Inseln ankern. Sie mussten den Ankerplatz verlassen und 10 SM auf das offene Meer segeln, um die Tsunami-Welle, welche von Japan mit 2m Höhe auf Galapagos ankommen soll, zu entgehen. Ihnen bleibt auch nichts erspart. Leider ist es hier ein bisschen rollig, dafür werden wir heute Nacht in den Schlaf geschaukelt.

San Blas

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8. August 2020, 05:44
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