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Lemmon Cays

29.03. – 05.04.

03d Westlemmon 03c Westlemmon

 

 

 

 

Do is es schön, do blei ma” Wir lassen uns hängen, arbeiten, reparieren, faulenzen, kochen, essen viel Fisch, Kokosnuss und Bananen, backen Brot und Kuchen, mixen Longdrinks, lesen, schreiben für die Webseite, gehen zum Internet, schneiden uns die Haare, machen Pediküre und spezielle Zahnpflege, zupfen Brauen und Bartstoppeln und dazwischen schwimmen, schwimmen und wieder schwimmen. Erholung pur. Am Freitag kam endlich das Veggyboot und brachte eine Vielfalt an Frischgemüse und Früchte. Einfaches Einkaufen vom Kanu zur Yacht, kein lästiges schleppen von Plastiksäcken und Kartons. Jetzt können wir wieder schlemmen, hmmm, fein. Zwischendurch haben wir Gäste und einmal waren wir zum Kaffee und Kuchen eingeladen und manchmal sind wir beim Internet bzw. an der Bar. Unser Kühlschrank funktioniert wieder, dank Werner, der immer das richtige Ersatzteil auf Lager hat. Es fehlte Gas und Joop unser holländischer Nachbar von der Zeezot kannte sich gut aus und machte die Arbeit. Mit dem Strom haben wir nun keine Probleme mehr und das was fehlt gibt uns der Wind und die Sonne. Kurt hat auch mit Herrn Schmitt von der Fa. Sportbootcenter in Graz telefoniert, welcher in Kroatien gerade im Einsatz war, wegen dem Problem des Wasserdampfes im Auspuff. Er meinte vielleicht einen neuen Impeller zu verwenden und die Schlauchklemmen kontrollieren ob sie fest sind, was wir dann machten und es scheint etwas besser zu sein. Recht herzlichen Dank für die technische Unterstützung. Leider haben unsere Freunde Werner und Sabine aus beruflichen Gründen ihren Besuch wieder absagen müssen, jetzt  müssen wir Ostern ohne sie verbringen. Es tut uns wirklich von Herzen leid, aber so ist das Leben, eben!

Damit unsere Glieder nicht einrosten, machen wir Inselrundgänge und entdecken immer etwas Neues.

03a Insel Elefanta

06 Happy hour

Isla Provenir – Lemmon Cays

28.03.2011

Was ist nur in uns gefahren? Der Schädel dröhnt heute schon wieder, der Kreislauf spielt verrückt, habe ich wirklich wieder zu viel abbekommen? Das muss jetzt aber ein Ende haben, dass hält ja keine S…. aus. Vorsichtig ging ich an Deck und sehe zur TaT rüber, das Dinghy fehlt, also ist Beat bereits beim Ausklarieren. Da kommt er auch schon angefahren und Kurt weiß nichts besseres, als ihn zu bitten, den Einlass für die Seewasserkühlleitung anzuschauen, ob dieser vielleicht verlegt ist. Beat tauchte sofort mit seinem Schnorchelequipment unter die Aleppo, konnte aber nichts besonderes feststellen. Dann fuhr er hurtig zu seinem Boot, wo Daniela bereits mit den Vorbereitungen zum Ablegen begonnen hat. Ein paar Minuten später legten sie ab und als sie ganz nahe bei uns waren, wünschten wir uns gegenseitig alles Gute und auf meine Frage an Daniela wie es ihr geht, bekam ich zur Antwort “  ein Achterl war zu viel”. Dann fuhren sie zwischen den Untiefen hindurch und wurden immer kleiner. Danke noch an euch beide für den schönen Abend, es war wieder mal so richtig lustig. Beim Morgenkaffee sagte Kurt, dass er die ganzen Telefonkarten verloren hat. Oh, Schreck, alles Suchen war vergeblich. Das mit dem Einklarieren haben wir uns dann doch anders überlegt und warten damit bis unsere Freunde kommen, dann geht alles auf einmal. Falls wir ja wirklich noch eine Saison anhängen, wäre das auch noch vom Vorteil. Wir fuhren dann zum Hotel, vielleicht finden wir die Telefonkarten im Wert von 30.-$. Die Bemerkung, man soll doch nicht so viel trinken, schluckte ich lieber runter, er leidet genau so wie ich. Hotel war negativ, dann suchten wir den ganzen Weg ab, den wir gestern gelaufen sind, aber auch da haben wir nichts gefunden. Ich denke die schwimmen irgendwo im Wasser, was beim gestrigen nächtlichen und feuchten Heimweg ohne weiteres aus der Hosentasche gefallen sein konnte. Wir suchten nochmals den Supermarket an der gegenüberliegenden Insel Wichubhuala auf, aber da gab es heute auch nicht viel mehr als gestern. Na, wir werden nicht verhungern, da werden wir eben unseren Dosenvorrat verkleinern. Kurt kaufte noch ein paar neue Telefonwertkarten und dann ging es zurück auf die Aleppo. Die Umgebung von Provenir kommt uns nicht mehr so idyllisch vor, aber wir sind ja auch schon so sehr verwöhnt. Interessant ist allerdings der Ankerplatz, da die Einflugschneisse vom  Flugplatz mitten durch das Ankerfeld führt und mit ängstlichen Blick zum Mast direkt in das Cockpit der tieffliegenden Maschinen blickt.

05a Landeanflug  Provenir  Vor dem Ablegen gönnten wir uns noch ein Mittagessen im Fluhafenrestaurant

05 Airporth. mit Tower Provenir

 

 

 

 

 

 

 

 

05b Blick Airporthotel Provenir

 

 

und am frühen Nachmittag waren wir wieder zurück in den Lemmon Cays.

Während der Fahrt  konnten wir wieder einen höheren Wasserdampfausstoß aus dem Auspuff feststellen – wie schon am Vortag, allerdings wurde die Maschine nicht heiß.

Am Abend waren wir von der Fernweh auf einen Abschiedsdrink an der Bar eingeladen. Am runden Tisch versammelte sich eine kleine Gruppe, da waren  noch Heike und Bernd, Uli von der Kamaola, sowie Hilu und Hans und es entstand wieder eine rege Unterhaltung.

Lemmon Cays – Isla Provenir

27.03.2011

Wir hatten gerade unser Bäuchlein mit dem Sonntagsfrühstück versorgt, kam Frau Doktor zur Visite und war mit dem Ergebnis zufrieden. Betaisadona-Salbe auftragen, kleines Pflaster drüber, fertig für das Internet. Die Verbindung war hervorragend, deshalb konnten wir lange mit unseren Lieben zu Hause telefonieren. Unsere Freunde Puffings möchten uns Mitte April besuchen, worüber wir uns sehr freuen und ihnen liebend gerne diese wunderbaren Kuna Yala-Inseln  zeigen. Plötzlich hören wir im Funk “Aleppo for Time after Time”, mein Gott, jetzt haben wir in unserem Telefonrausch total auf unseren Frühschoppentermin vergessen. Aber es war nicht so schlimm, sie wollten sowieso noch Schnorcheln gehen, daher war es ohne ein schlechtes Gewissen zu haben möglich, die Zeit um eine halbe Stunde zu verschieben. Es wurde dann doch noch 1 Stunde später, jedenfalls weit besser für das Bier und den Rumpunch die wir verdrückten und dann war es ihnen auch gelungen uns zu überreden mit nach Provenir mit zu segeln. Eigentlich könnten wir da gleich Einklarieren und Einkaufen, unser Gemüsevorrat ist fast schon am Ende. Etwa um 16:00Uhr hoben wir den Anker, 15 Minuten später als die TaT.  um ihn  eine halbe Stunde später wieder auf Grund zu legen. 05 Airport  Provenir Kaum war der Anker festgefahren, war Beat und Daniela auch schon mit ihrem Dinghy da, gehorsam stiegen wir ein und fuhren gemeinsam zur gegenüber liegenden Insel Wichubhuala, wo wir durch die schmalen Gassen des kleinen Ortes schlenderten. Sie zeigten uns die wichtigsten Stellen, wo man verschiedenes kaufen kann.  05 Wichubhuala

 

 

 

05a Wichubhuala

 

 

 

 

 

 

 

Leider gab es außer Kartoffeln und Zwiebeln kein Gemüse. Dafür kaufte Kurt am Ende der Village eine Digicel-Simkarte und Telefonwertkarten. Na, wenigstens etwas. Anschließend wurden wir noch auf die Isla Provenir entführt, wo Beat uns das Haus und die Räume zeigte, welche wir beim Einklarieren betreten sollen. Dieses Gebäude steht unmittelbar vor der Start-Landebahn des Flughafens, die wir im Fußmarsch überquerten und über einen Rasenpfad zum einzigen Kuna-Hotel gingen, welches schon gemauerte Unterkünfte bot. Der Innere Teil der Anlage ist mit geschnittenen blühenden Sträuchern versehen und gibt ein sehr gepflegtes Ambiente. Im anschließenden Terrassen-Restaurant machten wir es uns dann gemütlich und bestellten erstmal Bier. 05 Airporthotel Provenir 05a Airporthotel Provenir

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann plagte uns der Hunger und wir aßen Pollo con Papa frito y ensalada sowie eine kleine Schale Linsengemüse. Hmmm, es war gut gewürzt, frisch und es schmeckte vorzüglich. Darauf passte guter chil. Rotwein von der besten Sorte. Da die Flasche  nur 10,- US$ kostete, ließen wir 4 Flaschen dieses edlen Traubensaftes durch unsere Kehlen saußen.  Wir haben uns wieder köstlich unterhalten und weil wir noch immer nicht genug hatten, gab es noch 1 Fläschchen als Absacker bei uns an Bord. Und aus!

Lemmon Cays

26.03.2011

Wau, habe gestern wohl etwas zu viel vom Rotwein getrunken, der Morgen war nicht wie sonst, hatte kaum Kraft die Beine hoch zu kriegen bei meinem morgendlichen Gymnastikübungen. Im Kopf dreht sich alles und die Haarwurzeln tun mir weh. Langsam richte ich den Blick nach draußen, die Sonne blendet heute besonders, Viel zu schnell wurde der Kaffee getrunken, aber wir müssen zum Internet, weil es nur 3 Anschlüsse gibt. Noch ist alles ruhig da drüben. Heike klettert mit Rucksack beladen gerade in ihr Dinghy, also kommt uns doch jemand zuvor. Nicht wahr, sie war auf dem Weg zu uns und packte gleich ihr chirurgisches Besteck bei uns an Bord aus. Kurt wurde es ganz anders, er wird operiert und das ganz ohne Narkose. Ich überlegte kurz, ob ich nicht doch den Hammer vorsorglicherweise aus der Backskiste nehmen sollte. Nein, es war nicht so schlimm, erstens weil ich ihm die Hand hielt und zweitens schabte Frau Doktor die Wunde nur mit einem kleinen Löffelchen aus. Salbe und Pflaster drauf und fertig war die OP. Dann ging es aber schnell zum Internet.

01a Bar u. Internet 03 Insel Elefanta

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Verbindung mit zu Hause war einwandfrei und wir waren happy mit unseren Lieben nach langer Zeit wieder Kontakt gehabt zu haben. Also Skype funktioniert prima, aber für die 140 E-Mails (das meiste davon für den Müll) brauchten wir eine Ewigkeit. Das Internet arbeitet nicht schnell genug und außerdem sind die anderen Anschlüsse nun auch besetzt, was nochmals dazu beiträgt, dass die Verbindung langsamer wird. Wir müssen leider unterbrechen, andere Segler warten schon darauf, auch an die Reihe zu kommen. Dann machten wir noch einen Rundgang um die Insel, die heute haufenweise geschmückt ist von leergetrunkenen Bierdosen.04 Bierkonsum Kaum zu glauben, was an so einem Abend runter geschlungen wird. Da gibt es noch eine kleine gemauerte Werkstatt mit allerlei Utensilien, ein kleines Häuschen mit nicht funktionierenden Toiletten, ein kleines Generatorhäuschen für den Notfall, Personalschlafstelle und über was wir uns sehr freuten, eine Gasladestation.

04 Werkstatt    Gasstation

 

 

 

 

01b Personalunterkunft

 

 

 

 

 

Es werden nämlich nicht nur die Obst- und Gemüsevorräte leer, sondern auch unsere Gasflaschen. Kurt brachte anschließend das Leergut gleich hinüber, sicher ist sicher. Am Nachmittag besuchten wir die TaT, (Daniela und Beat), die Männer tranken Bier während Daniela und ich mit köstlichem  Wasser vorlieb nahmen. Auch sie hatte gestern zu viel  vom roten Zeug getrunken. Wir blieben eine ganze Weile, hatten sehr viel Spaß mit den Beiden, die so humorvoll und lustig sind. Leider segeln sie morgen Nachmittag nach Isla Provenir und am Montag nach dem Ausklarieren weiter nach Colon, da sie der Andori als Leinenhalter durch den Kanal begleiten werden. Heute Abend spielen sie Karten mit einem jungen Schweizerpaar von der Saluna Gesine und Leo, welches gerade an Bord kam, deshalb machten wir kurz darauf Platz und vereinbarten einen Frühschoppentermin um 10Uhr morgens bei uns. Heute wird früh schlafen gegangen.

Coco Banderos – Lemmon Cays

25.03.

P32402401-800

Zwei herrliche Tage in einem Teil des Paradieses gingen rasch vorüber. Wir haben es richtig genossen, das Wetter war gut, das Wasser ein Traum, die Umgebung eine Idylle, Nach dem Frühstück und Funk wurden die üblichen Ablegevorbereitungen gemacht. Ich suchte noch ein paar T-Shirts zusammen, die wir der Kuna-Familie versprochen haben, vielleicht kommen sie noch vorbei. Tatsächlich, kurz vor dem Ablegen kamen sie in ihrem Einbaum angerudert. Freudestrahlend nahmen sie den Sack entgegen und wünschten uns eine schöne Reise.P3310249-800 Dann wurde mit Wehmut der Anker gehoben und langsam  fuhren wir zwischen den Untiefen hindurch. Das Paar der amerikanisch geflaggten Yacht, die uns bei der Einfahrt so nett begrüßten, winkten uns zum Abschied zu. Als wir so gemütlich dahin segelten, begegneten wir wieder einmal die Windance und über VHF erfuhren wir, dass sie zu den Banderos gehen. Wir haben uns wieder einmal verpasst, aber wir sind uns sicher, dass wir uns irgendwo wieder treffen werden und vielleicht klappt es auch, dass wir dann gemeinsam wieder ein Bier trinken. Kurt hat die Angelleine über die Rehling geworfen, wäre doch schön, wenn  ein Fisch anbeißen würde, da wir nicht mehr viel Fleisch in der Tiefkühlbox haben. Leider haben das die Fische nicht gewusst, denn außer Wassergrasbüscheln haben wir nichts gefangen. Lemmon Cays rückte immer näher, bald begab ich mich zum Bug, um Kurt die Untiefen anzuzeigen. Ich muss wirklich einmal den Panama Cruising Guide von Eric Bauhaus ein Kompliment aussprechen, wir sind überall mit seinen angeführten Wegpunkten ohne Probleme ein- und ausgefahren, man kann sich ehrlich 100% darauf verlassen. Ohne diesem Buch wäre uns das sicher nicht so gelungen. Jetzt liegen wir vor Anker inmitten von 2 Inseln(Naguarchirdup und Tiadup) die einen Teil  von weiteren 9 Palmeninseln geben und freuen uns schon darauf diese aufzusuchen. SAM_1267-800 SAM_1266-800 Nur zur allgemeinen Info: Tiadup ist ein Inselname, der öfters auf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

den Inselgruppen (Cays) einmal vorkommt. Nach getaner Arbeit schauten wir uns erst einmal um und freuen uns,bekannte Yachten wieder zu sehen. Da ankert direkt neben uns die Tinto mit Tom und Thea (wir sind zusammen von Aruba weg) und hinter uns die Destiny mit Hilu und Hans ( die lernten wir in Cartagena kennen). Weiter vorne hängt die Flow an einer Boje (sind auch am gleichen Tag von Aruba weggesegelt, aber sie hatten Pech bei der Überfahrt, worauf ich später zurück komme) und weiter dahinter liegt Uli mit seiner Kamaola, sowie die Time after Time mit Beat und Daniela, die wir allerdings nur vom Funken her kennen. Wir sind schon gespannt auf alles Neue, aber zuerst wird abgekühlt. Dann gab es bei uns an Bord ein Stelldichein mit Tom, Hilu und Hans, denen wir den versprochenen Rumpunch servierten. In Kürze waren wir über vieles informiert, auch über das heutige BBQ und die Happy Hour bei Alberto auf der Insel Naguarchirdup, Wir ankern ja vor dieser idyillischen Kulisse, die nur einen Katzensprung entfernt ist.  Inzwischen ist auch die Fernweh mit Heike und Bernd angekommen, die sich bereits auf den Weg machten zur Happy Hour.P3260244-800

Auch wir fuhren dahin und lernten endlich die Time after Time (Beat und Daniele, ein lustiges Pärchen aus dem Schweizer-Ländle) persönlich kennen. Weiter noch Joggy, der der persönliche Berater von Alberto und dem die Insel und die Bar gehört, ist. Joggy lebt schon 17 Jahre hier mit seiner Samantha Nuova und hat hier die Internetstation aufgebaut und einige Festmacher-Bojen verankert. Es war ein sehr lustiger und interessanter Abend.

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8. August 2020, 06:24
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Sonnenuntergang: 20:41
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