Archiv
Anmelden

Santiago de Cuba – Great Inagua Island / BAHAMAS

01.05. – 02.05.2013

Letzte Zigarre

Letzte Zigarre1

Chee 

So schwer es uns auch fällt, wir müssen loslassen. Unser Ziel ist noch nicht erreicht, wir haben noch viele Meilen vor uns. Norbert, einer von 3 diensthabenden Marinieros der Marina ist uns ans Herz gewachsen und wurde uns ein guter Freund. Wir nahmen die Gelegenheit wahr – wenn er Dienst hat – die Liegekosten in der Marina zu bezahlen – wir hatten ein Agreement – den Papierkram zu machen und Kuba erst dann adios zu sagen. Schon früh morgens nahm alles seinen Lauf. Mit den restlichen Pesos wurde noch Bier und Rum eingekauft, denn dies soll auf den Bahamas nicht billig sein. Auch ein Duftwasser wollten wir noch kaufen, aber auch hier ist der 1. Mai ein Feiertag und wir konnten nur durch die verschlossene Glastür der hinteren Boutique gucken. Wir waren mit den Vorbereitungen fertig und beim Ablegen kam noch einmal Norbert angelaufen, um uns ein kleine Aufmerksamkeit zu übergeben und uns beim Ablegen zu helfen.  Bye, bye  Punta Gorda, bye, bye Kuba. Die Herzlichkeit der Menschen werden wir sehr vermissen. Dann fuhren wir aus dem Kessel des riesigen Naturhafens mit seinen vielen Einbuchtungen und hohen Bergen. Übrigens die Bucht und die Stadt Santiago ist der heißeste Bereich Kubas. Das könnte man jetzt auch in unseren Gesichtern sehen, denn der Schweiß rinnt uns von der Stirne und auch in den Nacken.  Bald waren wir vorbei bei der kleinenCayo Gramma Insel Cayo Granma  und bei der Osthuk, wo das Castillo San Pedro de la Roca und der weiße Leuchtturm von der Morgensonne erfasst wurde und einen tollen Anblick bot. Da waren bereits die beiden Tonnen für die Aussteuerung sichtbar und als wir durch diese hindurch waren, steuerten wir unseren Kurs an. Motorsegeln war angesagt, wie könnte es auch anders sein. In Höhe der Provinz Guatánamo  machen wir einen großen Bogen und fahren einige Meilen weiter draußen vorbei. Guatánamo, die spätestens durch das Lied “Guantanamera” bekannt gewordene Stadt, ist Ende des 18. Jahrhunderts gegründet worden. Sie ist heute die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz am Rande eines landwirtschaftlich intensiv genutzten Hügellandes. Warum haben wir dieses Gebiet mit Abstand genommen? Wie bekannt haben die Amerikaner einen Luftwaffenstützpunkt in der Guatánamo Bay von 115 Km2.  Im Jahre 1903 wurde ein Pachtvertrag zwischen  der Republik Kuba und den Vereinigten Staaten von Amerika eingerichtet, der heute nur mit beidseitigem Einverständnis aufgelöst werden kann. Dieser Stützpunkt dient für die Kriegsgefangenen aus den amerikanischen Kriegen wie z.B. Afganisthan, Irak etc. und dieses Gebiet darf nur bei einer Entfernung von 10 Meilen befahren werden. Im Dunst Guatánamo Sehr früh morgens passieren wir Punta Maisi und tauchen ein in den Nordatlantik. Kuba adee, Bahamas in Sicht

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach etwa 60 Meilen erreichten wir die erste Insel der Bahamawelt “Great Inagua”. In Matthew Town müssen wir einklarieren und wir sehen nur 2 Yachten vor dem Eingang des kleinen Government Basin (65 x 65m) ankern. Wir wollten uns schlau machen und fragen sicherheitshalber bei einer Yacht, nach den Begebenheiten.  Wir bekamen leider eine falsche Information und fahren in das kleine Becken ein, worin 2 halb versunkene Boote ein Manövrieren unmöglich machten. Also nichts wie raus, Kurt hatte ganz schön zu tun, um nicht bei den Wracks hängen zu bleiben. Wir ankern außerhalb, da sind wir sicher, obwohl wir nur gegen den Ostwind geschützt sind. Kurt fuhr alleine mit den Einklarierungspapieren in unserem Dinghy in das Wrack-Basin, denn es ist für ein Crew-Mitglied nicht erlaubt die Insel zu betreten, bevor einklariert wurde. Also blieb ich an Bord und kochte was feines. Als Kurt wieder an Bord war, erzählte er folgendes: Er musste an einem Reifen hochklettern, damit er überhaupt auf die Pier kam. Dann suchte er nach einem Passanten, der ihm sagen könnte, wo die Immigration und der Zoll sind. Gott sei Dank kam gerade ein Segler von den Behörden zurück, der ihm den Weg erklärte und ihn aufmerksam machte, dass ab 17 Uhr geschlossen ist. also hatte er nur 15 Minuten Zeit um dahin zu kommen. Einklarieren konnte er in der Nähe vom Flughafen, der ca. 3 km entfern ist. Kurt sah sich während des Laufens nach einem Taxi um, ohne Erfolg, und fing zum Autostoppen an. Er durfte dann auf der Ladefläche eines Pickups Platz nehmen und wurde bis zum Gebäude, wo die Behörden untergebracht waren, mitgenommen. Er eilte in das Immigrationsoffice, wo ihm ein freundlicher Beamter zuerst zum Zoll schickte, da dieser zuständige Beamte pünktlich Dienstschluss macht. Der andere wartet derweil auf ihn, bis er fertig war. Alles ist flott von sich gegangen, 300,- US$ musste er für das Cruising-Permit bezahlen, welches für 1 Jahr gültig ist und dann wurde er sogar von dem netten Beamten zurück chauffiert. Und nicht nur das, er fuhr noch einige Kilometer weiter um Kurt die Großstadt “Matthew Town” (1.400 Einw.) zu zeigen, die sich allerdings als kleines Dorf entpuppte, aber es war eine sehr großzügige Geste von diesem Mann. In der Stadtnähe befindet sich die Salzgewinnungsanlage der Morton Salt Crystal Ldt., die mit einer Jahresproduktion von rund 750 000 t zu den größten ihrer Art auf der Erde zählt. Das ist die einzige Industrie auf dieser Insel, deren Einwohner hier ihren Lebensunterhalt erarbeiten.

Kommentieren ist momentan nicht möglich.

Wetter
Orte:
23. Oktober 2018, 08:55
Regenschauer
Regenschauer
17°C
Gefühlte Temperatur: 14°C
Aktueller Luftdruck: 1010 mb
Luftfeuchtigkeit: 77%
Wind: 10 kts O
Böen: 10 kts
Sonnenaufgang: 07:54
Sonnenuntergang: 18:48
Mehr...
 
Bildergalerie
pict3120-800 PICT5042j-800 P3282297-800