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Isla de la Juventud – Cayo Largo (KUBA)

04.03. – 06.03.2013

Wir hoben den Anker aus Abrahams Schoss und fuhren den westlichen und näherkommenden Fahrwasserbojen zu.Bucht San Petro1Bucht SanPetro Ursprünglich wollten wir im Golf de Batobano auf der Innenroute segeln, aber da wir weder in der Marina Siguanea noch in Nueva Gerona im Nordosten der Insel einklarieren können, entschieden wir uns in die offene See zu stechen. In der Höhe von Punta Frances ändern wir den Kurs nach Südost und segeln gemächlich ca. 3 Stunden im Schutz der Südwestküste.  Nach dem Cabo Pepe war es nicht mehr so gemütlich, wir mussten den Motor zur Hilfe nehmen und kurze Zeit später wurden die Segeln eingeholt. Auf nach Cayo LagoWir hatten den Wind und die Wellen gegen uns. Wind um die 16 Kn, Welle ca. 1m mit 3-4 Sek. Intervall, dh. 3kn Geschwindigkeit, da das Boot ständig stampft. Auch während der Nacht änderte sich an dieser Situation nicht viel. Erst nach dem Sonnenaufgang konnten wir die Segeln wieder setzen und kreuzten die letzten 30 Meilen nach Cayo Largo.

05.03.:  Der Leuchtturm von Los Ballenatos war endlich am Horizont zu erkennen. Zwischen Los Ballenatos und Cayo Hijo, konnten wir durch die Riffpassage einfahren. Wir suchten nach den beschriebenen gelben Bojen, die nicht da waren. Letztendlich erblickten wir eine rote und grüne Boje, die uns den Weg weisen. Wir hielten Ausschau nach den nächsten Bojen, die waren erst nach einer gewissen Entfernung zu sehen. Ca. 2 Meilen vor der Marina konnten wir mit dem Fernglas die Masten der Segelyachten sehen.Einfahrt cayo Lago  Von hier aus war es leicht zum betonnten und 4 1/2 m tiefen ausgebaggerten  Kanal zu finden. Die Wasserfarbe ist derart fantastisch, es spiegelt in allen Blautönen. Untiefen sind daher leicht zu erkennen. Im Nahbereich vom Einsteuerungskanal liegen mehrere unmarkierte Flachs, das sind Sand und Erde vom Aushub der Baggerarbeiten, die einfach etwas weiter ins Meer geschüttet wurden.  In der Marina Puertosol legten wir längsseits beim internationalen Betonsteg an.Aleppo klariert ein in Cuba Hier warteten wir an Bord, bis uns die Offiziellen besucht haben, vorher durften wir das Areal der Marina nicht betreten. Leider mussten wir etwas länger warten, den wir sind gerade in der Mittagszeit angekommen und es ist schön hier. Etwa um 3Uhr Nachmittag war eine weibliche Doktorin vom Gesundheitsministerium an Bord. Es ist eine lustige Person, sprach etwas englisch und freute sich, das wir genau soviel spanisch konnten wie sie englisch “Un pocito” eben. Vorher noch fragte ein Mann von der Marina nach den Krankenversicherungspapieren, welche er kurz prüfte und retour sofort gab. Diese waren in Deutsch und Englisch. Anschließend kam der Drogenfander mit seinem süßen Hund an Bord. Nachdem der Hund alles beschnüffelt und nichts gefunden hatte wollte er sofort wieder von Bord. Dann kamen 1 Frau und ein Mann von der Guarda Frontera, und etwas später noch eine weibliche Person von der Immigration dazu, plauderten mit uns im Salon und aßen mit Genuss Süßigkeiten, die sie aus der bereitgestellten Schale entnahmen. Die Formulare und die mitgenommenen Reisepässe dürfen wir morgen im Büro abholen. Etwas später wiederum kam der Mann vom Zoll an Bord und bat uns am nächsten Tag zu ihm ins Büro zu kommen, welches neben dem Büro des Hafenmeisters war. Jetzt duften wir die gelbe Flagge wegnehmen und an Land gehen. Und wo wollen wir hin? Natürlich in die idyllische Bar nebenan. Da wir aber noch kein kubanische Währung hatten, ging Kurt vorerst schnell in die hintere Gasse zur Bank, welche aber ab 16 Uhr geschlossen hatte. Bei uns war es erst nach 15 Uhr, erst da wussten wir, dass wir unsere Uhren um eine Stunde vor stellen müssen. Der nette Mann von der Marina, der gerade in der Nähe war und dem wir unser Leid klagten, zückte sein Geldbörsel und lieh uns 40.- Cuc. Es ist unglaublich, wie nett und unkompliziert die Kubaner hier sind. Wir begaben uns auf Erkundungstour, spazierten und inspizierten das Areal der Marina und der näheren Umgebung und fanden es toll hier.Erster RundgangMarina Cayo Lago (2)Marina Cayo Lago Es gibt eine kleine Boutique, Souvenirstände und einen kleinen Supermarket in dessen Regalen hauptsächlich Rum und andere Spirituosen lagern. Gemüse, Früchte und Brot kann man bestellen und wenn was kommt auch abholen. Wann, das ist die große Frage! Dann setzten wir unseren Weg fort und genossen einen Mojito in der Freiluftbar nächst unseres Liegeplatzes. in der BarMojitoPlötzlich standen 2 freundliche Männer vor uns und baten den Capitano mit auf unser Boot zu kommen, sie möchten es inspizieren. Es waren dies die Beamten vom Landschaftsministerium. Der etwas ältere Herr meinte, wir brauchen nicht mitzugehen, dem Capitano wird sicher kein Haar gekrümmt. Renate und ich zittern trotzdem um das gute Xelchte sowie einigen Leckerlis, die sich in unserem Kühlschrank befinden. Wir ließen unsere Aleppo nicht aus den Augen und es dauerte unnatürlich lange. Endlich sahen wir die Männer kommen und der ältere rief uns belustigend zu “he is still on life”. Wir riefen lachend “Grazias” zurück. Dann kam Kurt und erzählte uns eine tolle Geschichte. Fazit: es wurde uns nichts weg genommen! Ist das nicht wunderbar? Nun noch einen Mijito.Mojito schmeckt

06.03.:  Morgens ging Kurt in die diversen Büros und holte unsere Papiere ab. Auch die Bank hatte geöffnet und Kurt kam endlich in den Besitz von CuC’s (Kubanische Pesos Convertibles). Ein Cuc entspricht in etwa den Wert von 1 US$. Renate und ich brachten inzwischen die Aleppo auf Hochglanz. Dafür bekamen wir auch ein Lob vom Kapitän. Dann gingen wir in den Supermarket einkaufen. Was man an Lebensmitteln kaufen konnte, war nicht billig. Bier in Dosen und Rum ist wohl das günstigste. Übrigens das Bier kostet in der Bar ebenso 1.-Cuc – d.h. gleich viel wie im Supermarket. Da wir noch eine Nacht bleiben wollen, verlegten wir uns zum offiziellen Anlegesteg der Marina. Dabei lernten wir den überaus netten lustigen Holänder “Jaque” kennen, der uns beim Anlegen behilflich war. Am Steg legten sogar Deutsche und Österreicher an, die in Cienfuegos ihre Boote charterten. Der Tourismus hier ist sehr international. Cayo Largo wird hauptsächlich von spanischen, europäischen und Urlaubern aus Kanada besucht, die von ihren Hotels mit Busen hierher gebracht und mit Katamaranen zu den diversen Schnorchel und Tauchplätzen der Riffe transportiert werden. Dafür stehen 3-4 große Katamarane zur Verfügung, die brechend voll sind. Am Nachmittag machten wir uns wieder auf  Erkundungstour und wollen ins Cayo Largo Hotel fahren, die BeachHotelanlage Cayo Lagowo wir uns beim abendlichen Büffet für 20,- Cuc p/P unser Bäuchlein vollschlagen können. Wir suchten nach einem Taxi.  Am Platz standen 3 Busse, deren Fahrer unter einem Baum herum saßen und sich angeregt unterhielten. Plötzlich rief uns einer zu, ob wir ein Taxi brauchen und als wir bejahten, stieß er einen am Oberarm an, dieser stand auf, ging zum Bus und deutete, dass wir einsteigen sollen. Wir drei hatten einen Bus für uns alleine. Bezahlten 2 Cuc  pro Person und ab ging die Post. Die Straßen haben teilweise große Schlaglöcher, die Umgebung ist spärlich bewachsen, aber man konnte sehen, dass einige Sträucher und Palmen gesetzt wurden, um die Zufahrten zu den Hotels attraktiver zu machen. Wir passieren den schön angelegten Flughafen, sonst gab es außer den Hotelanlagen nichts zu sehen. Das Hotel Cayo Largo ist in einer wunderschönen Anlage eingebettet, hat mehr als 2000 Zimmer in sehr gepflegten Häusern, ein riesiges Pool, 2 Restaurants und mehrere Bars, die sich zwischen dem Hotel und der Beach befinden. Der Strand ist kilometerlang und besteht aus feinstem Korallensand. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus. Vom Büfett ganz zu schweigen. Es gab alles was das Herz begehrt. Hätten wir alles gekostet, wären wir geplatzt. Renate und ich schauten uns noch die Show an, während Kurt das Bier, die Mojitos und das viele Essen verdaute und am Stuhl einschlief. Der Abend war ein Traum.

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15. Dezember 2018, 18:02
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