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Cayo Largos – Cienfuegos

18.03. 2013 – 19.03.2013

Es hat keiner von uns großen Appetit, das Frühstück bestand nur aus Tee und Kaffee. Kurt ist mit seinen Papieren unterwegs zur Capitaneria, um die Zarpe für die Weiterfahrt zu holen. Nach kurzer Zeit kam er gemeinsam mit einem Mann von der Guardia  zurück, der durch unser Boot ging und kontrollierte. Was genau wissen wir nicht, wir vermuten aber, dass er nur nach einem flüchtigen Kubaner Ausschau hielt. Dann fingen wir mit den üblichen Arbeiten zum Ablegen an. Vorher halfen wir noch Jaque und Anett mit ihrer Panache beim Anlegen. Sie klarieren heute für die Weiterfahrt nach Isla Mujeres aus. Schade, dass sich unsere Wege trennen, wir werden sie sehr vermissen. Um 09:30 Uhr waren unsere Leinen los und fuhren in den Fahrwasserkanal ein. Kurt hat sich entschlossen durch den östlichen Kanal zu fahren, was überhaupt kein Problem war. Die Ansteuerungstonne von Mal Tiempo ließen wir links liegen. Kurz vor uns segelt die Bellatrix  dahin. Auf offener See hatten wir kurze Wellen die manchmal unser Deck spülten. Es war keine angenehme Fahrt. Der Motor musste mitlaufen und gekreuzt wurde auch. Kurt hatte bald die Nase voll und steuert nach etwa 12 Meilen durch das Riff in das Innenflachwasser von Banco de los Jardines y Jardinillos. Im 4 – 6 m tiefen Wasser wurden die Wellen etwas sanfter. Es geht dahinSchetty relaxt2 1/2 Stunden später ließen wir den Anker vor der kargen Insel Trinchera fallen, welche zu der Inselkette von Cayos de Dios gehört, die auf der gesamten Länge eine Barriere zwischen der Karibischen See und dem Flachmeer bildet. Das Wasser ist so glasklar, man kann den Anker vom Bug aus gut sehen, obwohl er sich in 5,8 m Tiefe eingegraben hat. Dann wurde gebadet und das Essen zubereitet, hungrig waren wir genug, was auch kein Wunder ist. Schon um 21 Uhr waren wir in den Kojen verschwunden. Wir hatten Nachholbedarf!

19.03.:  Um 03:00 Uhr morgens holte mich der Ankeralarm aus dem Tiefschlaf. Wir bewegten uns etwas außerhalb des Schwoi Grades, es gab eine leichte Windänderung, also kein Problem. Cirka 1 Stunde später hören wir Vogelgezwitscher, dann einen dumpfen Knall und plötzlich gab es kein Gezwitscher mehr. Kurt, der dies auch hörte, meinte, dass ein Vogel an den Großbaum knallte, konnten aber in der Finsternis nichts erkennen. Frühmorgens sahen wir den toten Vogel an Bord liegen. So ein armes Ding. Wir gaben ihm eine Meeresbestattung. Nach dem Frühstück wurde der Anker blitzeblanke sauber aus dem Grund geholt. Wenig Wind, fast keine Wellen und bedeckter Himmel sagt uns, dass wir mit Motor fahren werden . Nach der ersten Kursänderung bei Cayo Guano del Este, wo ein schöner Leuchtturm die Insel ziert,Leuchtturm kam etwas Wind auf, also Segeln raus. Und so ging es 50 Meilen weit bis Cienfuegos dahin. Dunkle Wolken verdeckten immer wieder den Himmel, es regnete gebietsweise, aber wir blieben trocken. Jedenfalls bis 1 Meile vor der Einfahrt, da bekamen wir auch was ab. Das dies gerade wieder beim Einfahren sein musste, gefiel uns überhaupt nicht. Wir fahren in die gut betonnte Fahrwasserrinne einEinfahrt Kanal und fanden trotz heftigem Regen unseren Weg. Eine halbe Stunde später lichtete sich der Himmel wieder und stellen fest, dass es hier sehr idyllisch ist. Wir genießen die neue UmgebungInterressantPrivathäuser und sehen schon von weitem die Masten der ankernden Yachten und die Marina.  Kurze Zeit später ließen wir den Anker auf Grund fallen, da wir keinen freien Platz zum einklarieren erkennen konnten. Wir fragten ein heimkehrendes Pärchen in ihrem Dinghy, wo der internationale Anlegesteg ist. Sie informierten uns, dass wir auch vom Ankerplatz aus einklarieren können, da die Marina total belegt ist. Das haben wir auch getan und die Anmeldung klappte wunderbar. Kurt war ganz schnell wieder zurück und sagte: alles ok. Da es am späteren Nachmittag noch ganz hell ist, fuhren wir drei mit dem Dinghy zur Marina. Leider gibt es hier keinen Steg für das Dinghy, deshalb mussten wir am Uferrand aussteigen, weshalb wir auch nasse Füße bekamen. Nach den Büros vom Hafenmeister, der Immigration und des Zolls gab es eine nette Bar, wo sich nicht nur die Segler aufhalten sondern auch andere einheimische Gäste. Wir inspizierten auch den kleinen Supermarket, in dem man sich verproviantieren kann, so ferne  man das gewünschte findet. Man muss´nur im richtigen Moment zugreifen. Wir spazierten vom Marinagelände raus und sehen uns etwas in der näheren Gegend um. Wieder stellen wir fest, das es hier sauber und gepflegt ist. Ein gutes Abendessen in einem Restaurant an der doppelspurigen Hauptstraße rundete diesen Tag ab.

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