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Portobello III – Carneval in Panama City

20.02. – 21.02.2012

Am Montag war wieder der ganz normale Alltag an Bord. Am Nachmittag suchte Kurt im Internet nach Infos für morgen. Wir wollen eine Nacht in Panama-City bleiben, denn erstens möchten wir uns den Faschingstrubel nicht entgehen lassen und zweitens müssen wir am nächsten Tag unser Kabel für den VHF Funk besorgen, weil der Schirm beim alten Kabel völlig korrodiert ist und dies vieleicht auch der Grund war, weil das AIS nicht geht. So standen wir am Dienstag zeitig auf, schlürften unseren Morgenkaffee und machten uns mit dem Dinghy auf zum Anlegesteg. Keine Menschenseele war bis dahin zu sehen, alles lag noch im Tiefschlaf. Doch in den Straßen von Portobello war schon etwas Leben. Ein Bursche bemalte gerade seinen ganzen Körper mit gelber flüssiger Farbe und sang dabei fröhlich vor sich hin. Seine Balboa-Bierdose war in Griffweite, wohl bemerkt es ist erst kurz vor 7:00Uhr morgens.  Im Bus waren noch nicht viele Leute, aber die meisten waren  von der Nacht übrig geblieben. Wir hatten eine sehr ruhige und auch langsame Fahrt mit dem Express-Bus von Colon nach Panama-City. Kurt befürchtete schon, dass wir zu spät zur Karnevalfeier kommen. Aber um 11:00Uhr waren wir bereits im Hotel, welches nicht ganz neu, aber voll in Ordnung war. Bei der Rezeption erfuhren wir, dass wir erst in einer Stunde unser Zimmer beziehen können, was uns nichts ausmachte, denn wir erblickten die hoteleigene Bar bzw. Restaurant, wo wir unseren Durst und Hunger stillen konnten. Vorher befragten wir noch die Rezeptionistin, wo der Karnevalsumzug stattfindet. Da haben wir ja großes Glück gehabt mit der Hotelbuchung, denn der Park Cinto Costera auf der Ave Balboa CarnevalPC00a befindet sich nur 3 Gassen weiter südlich und wir sind mitten im

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Zentrum und im Geschehen. Seit 10:00Uhr morgens soll es schon rund gehen. Bald machten wir uns auf den Weg dorthin, wir wollten ja nichts versäumen, riefen ein Taxi und waren in 3 Minuten vor dem Eingang, wo sich die Besucher bereits – vor der mit Hochhäusern eingesäumten Promenade – bei zwei Warteschlangen anstellen, um sich einer Leibeskontrolle zu unterziehen. Die Männer und Frauen wurden getrennt eingelassen  und mussten sich sogar ausweisen. Außer den lauten dröhnenden Lautsprechern ging alles ganz ruhig ab.

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Wir kamen erst nach einiger Zeit drauf, dass der Umzug viel später statt findet. Nur in der Sonne braten, sich durch die Menschenmassen zu wälzen und sich die Ohren schon jetzt vollsäuseln zu lassen, war uns doch ein bisschen zu viel. Wir entschlossen uns stattdessen die nahe liegende Altstadt zu besichtigen. Am Ausgang sahen wir endlich einen Informationsstand, wo wir erfuhren, dass der Umzug nicht vor halb Sechs Uhr abends sein wird. Da haben wir noch viel Zeit für die Sehenswürdigkeiten in der Altstadt Casco Antiguo San Felipe. Das Taxi brachte uns zum Ausgangspunkt Plaza de Francia, Unzählige Verkaufsstände mit Handwerken von den Kunas zieren den schattigen Aufgang zum Las Bovedas. Kuna Molas Von da aus konnten wir die Skyline von Panama City und die Brücke Puentede Las Americas sehen. Americasbridge

 

 

 

 

 

 

 

 

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Weiter führte uns der Weg zur Kirche  de Santo Domingo, zum National Theater, zum Plaza Bolivar, zum Museum del Canal, zum Palast Municipal, Plaza  de la Cadetral und zur Kirche San Jose. Leider war heute aber alles geschlossen.  Stadtteil San Filipe1

 

 

 

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Wir spazierten durch die teils engen Gassen, bestaunen die restaurierten schönen Gebäude und auch solche, die nicht mehr so instand sind

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und gönnten uns einen Drink vom einzig geöffneten Lokal “Diablicos” in der Ave Central.

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Dann gingen wir zurück zum Karneval. Wir suchten uns ein schönes Plätzchen, kletterten auf die Rampe eines abgesperrten Fußgängerüberganges und warteten von einer Minute zur anderen.

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Erst 2 Stunden später, es war bereits dunkel, fing der Zauber an. Die 2-stündige Parade war sehr aufwendig, die Dekoration überwiegend rot und gold leuchtend, das Thema war nämlich “ASIEN”.

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Auch hier gab es keine Anmachereien, alles ging ohne Probleme lustig und friedlich ab. Die Menschen feierten, waren ausgesprochen nett und freundlich und wir sahen kaum Betrunkene. Den Abschluss bildete ein pompöses wunderbares Feuerwerk. Wir dachten, dass jetzt alle nach Hause gehen, aber da haben wir uns getäuscht. Es gab einen Massenansturm ins Gelände. Jetzt wird erst richtig gefeiert. Wir gingen trotzdem ins Hotel zurück und freuen uns sogar sehr auf eine Dusche und auf unser Bett.. Ich betrat das Hotel mit zerrissener Hose und Kurt hat sich die Beine blutig aufgeritzt. Warum mussten wir auch über das rausstehende Drahtgitter  der Rampenverkleidung rutschen?

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