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BAHAMAS

03.05. – 04.05.2013

Great Inagua Island:  Wir haben tief und fest geschlafen und überlegen, ob wir noch hier bleiben sollen oder weitergehen. Nachdem Kurt sich den Wetterbericht von Chris Parker angehört hat und hier die Insel eigentlich nicht viel zu bieten hat, wäre es vom Vorteil, gleich weiter zu gehen. Also nahmen wir den Anker aus dem herrlich türkisfarbenen Wasser und steuern in NNW-Richtung Long Island entgegen, was ca. 130 Meilen entfernt ist. Bis zum Südpunkt von Acklins Island, welche wir in den späteren Abendstunden erreichten, sind wir hauptsächlich mit Zuhilfe vom Motor unterwegs gewesen. Auf der Leeseite von der Bucht Acklins und der nördlichen Insel Crooked drehte der Wind auf SO und bescherte uns mit guten Segeleigenschaften. Endlich kein Motorgeräusch mehr, es wurde so richtig gesegelt. Bei Sonnenaufgang am 04.05. passierten wir die Südostspitze Long Island, segeln vorbei bei Little Harbour (hier gäbe es die erste Ankermöglichkeit) entschieden uns jedoch zur Weiterfahrt nach Clarence Town, welches nur mehr ca. 14 Meilen entfernt ist. Gefährliche Untiefen hielten uns an, die Wegpunkte genau einzuhalten. Noch vor Mittag lag der Anker bereits in einer unglaublich glasklaren türkisen Tiefe von 5m. Die türkisfarbene Wasserfarbe ist bekannt für die Bahamas.

 

 

 

 

 

Livingston – Rio Dulce – Texan Bay

16.05.2012

16.05.: Nach einer gut durchgerüttelten Nacht heben wir den Anker. Es war knapp nach 05:00 Uhr morgens und noch dunkel, als wir uns der Ansteuerungstonne näherten. Von da aus waren es noch ca. 100 m zur berüchtigten >The BAR<. als für uns der interessanteste Moment kam. Ob wir unseren Kiel ohne Grundberührung durch die Rinne der Flachwasserbar bringen? Wir halten uns genau an den Wegpunkt und an die Kursrichtung von 222°, die wir von Raul – unserem Agenten – bekommen haben, außerdem hatten wir zu diesem Zeitpunkt “High Tide”. Mir klopfte das Herz trotzdem bis zum Hals, während Kurt nervenstark unsere Aleppo mit 20 cm Wasser unter dem Kiel, durch die Rinne führte. Nach angespannten 45 Minuten ließen wir den Anker vor der Stadt Livingston, in Höhe der Texaco Tankstelle bei 2,70 m Tiefe fallen. Es waren bereits 4 Yachten im Ankerfeld, die die Nacht über hier geblieben waren, obwohl es nicht angeraten wird, aber wie wir später erfahren haben, war Raul die Nacht über in Livingston geblieben. Da sind wir nun in aller Hergott`s Frühe und blicken neugierig in die noch schlafende neue Umgebung. Links von uns liegt der kleine Ort Livingston,Livingstone der nur vom Wasserweg aus zu erreichen ist – es führt keine Straße dahin – und vor uns liegt nun das Loch, Beginn Rio

 

 

 

 

 

 

 

 

welches in den Rio Dulce führt, der hier in das karibische Meer mündet. Man konnte noch nicht viel erkennen, nur satte grüne Wälder und Hügeln. Wir machen uns Kaffee und warten bis 8 Uhr, um unseren Agenten anzurufen. Er, sowie die offiziellen Vertreter wollten um 9 Uhr zu uns an Bord kommen. So warten wir weiter und weiter und weiter. Das Dinghy ist inzwischen startklar für den Landgang und um ca. 10 Uhr waren 2 weitere Yachten dazugekommen. Es waren dies die Salida und Silver Sea, unsere amerikanischen Freunde, die sich doch auch entschlossen haben, die Insel Utila auszulassen und uns zu folgen. Wir denken, dass sich diese Yachten telefonisch angemeldet hatten und die Ofiiziellen diese gleich mit abfertigen wollen, denn normalerweise sollte die Einklarierung viel rascher voran gehen. Kurz vor Mittag war es dann endlich soweit, eine Landscha brachte die Leute zum Ankerplatz. Wir und die Aleppo waren an dritter Stelle, wurden begutachtet von 6 Personen, inklusive dem Agenten Raul, der die Einreiseformalitäten übernahm. Sie waren alle sehr nett, unkompliziert und dankbar für eine Erfrischung, die wir ihnen servierten und nach etwa 20 Minuten waren sie wieder von Bord. In einer Stunde sollen wir in das Büro von Raul kommen, dann bekommen wir unsere Pässe und die Bootspapiere zurück, sowie  unsere Einreiseformalitäten. Wir machten uns gleich auf Erkundungstour, legten mit dem Dinghy zwischen anderen Zubringer- und Fischerbooten am Hauptpier an, wo sich ein Mann bereit erklärte für 1 Dollar auf das Dinghy aufzupassen. Wir gingen den Hauptverkehrsweg bergauf, wo sich Restaurants, Banken und kleine Einkaufsläden aneinander reihen. Nachdem wir uns mit der neuen Währung den “Quetzales” eingedeckt hatten, schlenderten wir weiter in den Ort, der oben viel netter aussieht, als vom Wasser aus. Die Frauen und Kinder sind hier sehr bunt gekleidet, tragen weite Faltenröcke zu Spitzenblusen, teilweise auch mit bunten Schals umwickelt. Die Männer tragen eher dunkle Kleidung und sind meist behütet. Es ist schön und sehr interessant, wieder eine andere Kultur zu sehen. Nach einer Stunde suchten wir den Weg zurück und zum Büro des Agenten. Der Himmel verdunkelte sich plötzlich und dann fielen auch schon die ersten Tropfen, weshalb Kurt sofort zur Aleppo fuhr, um Regenjacken zu holen. Kaum war er im Restaurant – unserem Treffpunkt – angekommen, setzte ein Wolkenbruch ein. Wir nehmen uns ein Menü und waren sehr erstaunt über das gute, billige Essen. Es regnete noch immer in Strömen, das Wasser schoss in kleinen Bächen den Berghang hinunter zum Hafen, wo es sich mit dem  Meer vereinigt. Als der Regen etwas nachließ gingen wir zum Haus des Agenten, welches uns beschrieben wurde. Wir haben es bald gefunden, stiegen allerdings hastig die schmale Treppe empor, weil es wieder zu regnen begann und waren froh im Trockenen zu sein. Dabei gäbe es so viel zu fotografieren, aber bei dem Regen keine Chance. Vom Bürofenster aus beobachtete ich noch, wie die Frauen hier ihre Wäsche waschen. Unter einer überdachten Stelle befindet sich ein Frischwasserbecken in der Größe eines großen Swimming Pools, an dessen Rand in gewissen Abständen betonierte Arbeitsbecken vorhanden sind. Unglaublich interessant! Wäscherei Von Raul bekamen wir dann alle Papiere und eine Skizze von der Einfahrt des Rio Dulce bis zum Golfete-See, wo wir über Nacht ankern sollen. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen unsere Reise fortzusetzen.  Leider gab es eine bittere Enttäuschung, den während unseres Landganges wurde uns der beste und größte Fender gestohlen, aber da kann man nichts machen, dieser ist zu ersetzen. Ca. um 14:00 Uhr hoben wir den Anker aus dem nun reißenden Flussstrom und fahren exakt in der Mitte der Einfahrt zu. Wir ließen das Meer hinter uns und wurden von einer Schlucht eingenommen, Auf in den Rio Links und rechts wuchsen die Felsenwände mit dem dschungelartigen Bewuchs in die Höhe, der Fluss windet sich schlangenartig durch die wunderschöne Landschaft.Der Blick zurück-800

 

 

 

 

 

 

 

Ufer des Rio´s1

 

 

Ein unbeschreiblicher Anblick, begleitet von einem sonderbaren Sound – gleich einem Orchester < Laute der beheimateten Tiere, die darin wohnen –.  Eine einzigartige wunderbare Kulisse, man kann es nicht mit Worten beschreiben. Mit offenem Mund starren wir in die Umgebung, genießen Meter für Meter des Flusslaufes, der so viel Schönes zu bieten hat. Am Ufer erblicken wir kleine Indio-Hütten Ufer des Rio´s3 und Kanus mit Familien, die vom Fischfang oder den Wäldern kommend ihre Unterkünfte aufsuchen. Ruhig gleiten sie über das Wasser dahin, ein Bild des Friedens, keine Hast, keine Eile scheint es hier zu geben. Wir wurden von dieser Stimmung angesteckt, wir vergaßen sogar zu sprechen.

Ufer des Rio´s

 

 

 

Wochenendhäuser

 

 

 

 

 

 

 

Erst als wir in den El-Golfette-See eintauchten, fanden wir wieder Worte. Wir wollen uns hier die Marina ansehen, deshalb fuhren wir am Texan Bay Ankerplatz vorbei, wo schon 4 Yachten ihren Anker geworfen hatten. In der Marina gab es genug freie Plätze, fanden  gleich einen geeigneten und 2 Minuten später war die Aleppo längsseits am Steg festgezurrt. Laguna Marina Vor uns erhebt sich ein kleiner Hügel, ein schmaler kleiner Weg führte uns zum Restaurant und Marinaoffice, welches eingebettet ist in einer gepflegten, lieblichen Anlage, an dessen höchsten Punkt ein Buddha in die darunter liegende Marina blickt. Auch hier spüren wir den Frieden. Wir freuen uns auf eine wundervolle und ruhige Nacht.

Laguna Marina1

French Cay Harbour – Livingston (Guatemala)

12.05. – 15.05.2012

Sa. 12.5.: Kurt hat das Antifouling beim Ship-Yard in French Harbour gefunden und gekauft (5 Gallonen USD 700,-) Er hat sich zusätzlich noch mit seinem Lieblingswasser (prickelndes Soda) eingedeckt, denn wir wissen nicht, ob wir dieses in Guatemala bekommen.

So. 13.05.: Muttertag auf dem Bay Island in Roatan, wer hätte sich das gedacht? Schon als Teenager sang ich mit meiner Schwester immer “Muttertag in Afrika”, das habe ich einige Male erlebt, aber das ich den Tag auch in Süd- und Zentralamerika verbringe, das hätte ich mir nie gedacht. Kurt lud mich zu diesem Anlass zum Essen im pickfeinen Restaurant “French 44” ein. Die Dekoration vom Lokal erinnerte mich an den Orient, was sich später auch bestätigte, weil uns der Manager vom Haus begrüßte und sich vorstellte. Da wussten wir, dass er arabische Wurzeln hat. Bald darauf erklang richtige arabische Musik aus den Lautsprechern und der Rhythmus ließ bei einigen Gästen den Hintern zucken. Heute Abend gibt es eine Bauchtanz-Vorführung, leider konnten wir nicht dabei sein, weil wir morgen weiter ziehen. French 44

Mo. 14.05.: Kurt fuhr nach Coxen Hole zu den offiziellen Stellen um auszuklarieren. Der Wetterbericht verspricht für die nächsten Tage keine gute Voraussage, deshalb müssen wir schnell handeln. Utila können wir daher nicht mehr besuchen, aber vielleicht kommen wir doch noch einmal da vorbei, wer weiß wohin uns der nächste Wind bläst. Die Ausklarierungs-Prozedur hat doch etwas länger gedauert als angenommen. denn Kurt kam erst spät mittags zurück. Wir überlegen hin und her, ob es nicht schon zu spät wäre, heute noch abzulegen. Plötzlich, es war bereits 14:30Uhr, sagte Kurt, “Anker auf, wir fahren, jetzt”. Ich stellte mein Reisfleisch auf die Seite, gegessen wird unterwegs. Das Licht war nicht mehr so gut, trotzdem kamen wir gut durch die Ausfahrt. Bye,bye, Roatan. Wir haben 140 Meilen vor uns und werden Cabo Tres Puntas morgen um die gleiche Zeit erreichen, d.h. in ca. 24 Stunden. Wir segelten mit gutem Wind an der Südseite von Roatan entlang und nach ca. 2 Stunden erreichten wir den westlichsten Punkt der Insel. Durch eine leichte Kursänderung wurde unsere Aleppo von den Wellen angeschoben. Noch bei Tageslicht füllten wir unsere Teller mit Reisfleisch und genießen das Licht der untergehenden Sonne.

Di. 15.05.: Bis nach Mitternacht trieb uns der ‘Wind voran, dann mussten wir aber unseren Johann dazu nehmen, da wir doch vor der Winddrehung in der Nähe von Livingston sein wollen. Außerdem konnten wir nicht mehr den ganzen Squall´s ausweichen. Es blitzte und donnerte vom Festland her, je näher wir kamen. Morgens bei Sonnenaufgang blinzelte kurz die Sonne durch um sich sogleich wieder zu verabschieden. Schade, man konnte die vielen Delfine, die sich mit dem Kiel unserer Aleppo spielten, nicht besonders gut fotografieren. Ich beobachtete die lustigen Saltos, die sie mit großer Geschicklichkeit vollführten, eine gute Stunde lang. Meine Müdigkeit war wie weggeblasen. Reisebegleitung Reisebegleitung1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich freue mich immer wahnsinnig, wenn ich diese wunderbaren Tiere sehe, die für mich ein gutes Zeichen sind und daran glaube, dass sie Glück bringen. Ab mittags wurde es heller und bald darauf schien die Sonne vom Firmament. Guatemala Dann sahen wir auch schon die Umrisse  des Cabo von Punta Tres, welchem wir immer näher kamen und fast genau nach 24 Stunden fiel der Anker in der Bucht von Ox Tongue Bight. Der Hunger plagte uns und in der Kombüse roch es bald nach gutem Essen. Kurt sieht sich inzwischen nochmals die Tide im Internet an und stellte fest, dass es schon um 05:16 Uhr Hochwasser gibt. Wir müssten deshalb schon um 03:00 Uhr morgens los, denn 2 Stunden brauchen wir bis zur ca. 10 NM entfernten Bar (=  1.5 NM Flachwassergebiet mit nur ca. 1,60 m Tiefe ohne High-Tide – wir haben 1,80 m Tiefgang na Wow), durch welches wir hindurch müssen. Wir sehen wie die Fischer am späteren Nachmittag ihre Fischnetze auslegen, die wir bei Dunkelheit nicht sehen können. Also Anker auf und zum Ankerplatz vor der Einfahrtsboje von Livingston. Als wir da angekommen waren, war es bereits dunkel. Es rollt hier ganz schön und dazu kam noch ein heftiges Gewitter, sodass wir in dieser Nacht heftig hin und her geschaukelt wurden.

French Cay I

09.05. – 11.05.2012

Mi.: Tagsüber noch immer kein Wind, es ist so heiß! Abends weht er wenigstens, sodass man halbwegs schlafen kann. Viele Boote fahren weiter, am Ankerplatz zähle ich nur mehr 10 Yachten. Kurt hat an unseren Freund Dr. Hasenburger ein E-Mail gesendet und wegen einer Antibiotika-Behandlung angefragt. Wir bekamen sofort eine Antwort, herzlichen Dank lieber Wolfgang und einen Riesenschmatz an Irmi. Auch hat er sich die Wunden von einem segelnden Arzt ansehen lassen, der ihn zu Antibiotika riet und Kurt hat heute damit begonnen. Danke auch Dir lieber Mark.Meine Wunde

Do. 10.05.: Endlich, die nächtliche Brise hält auch vormittags an, da hängt man wenigstens nicht so schlapp herum. Das Kochen machte auch wieder mehr Spaß. Am Nachmittag fuhren wir zur nahen Fantasy-Insel, wir wollen uns die Co Co View Marina und das Resort anschauen. Hier ist auch die sehr populäre Tauchbasis mit allem drum und dran. Wir gehen durch eine schöne und gepflegte Anlage, Fantasy-Island

 

 

wo sich so kleine Grascutter frei bewegen und vor einem herlaufen. Ich nenne sie mal so, weiß aber noch nicht, ob wir recht haben.

Grascutter

 

 

 

 

 

An der Strandbar genießen wir einen Mamas Special (Orangenjuice, Kokosmilch und Rum) – schmeckte übrigens prima – und Kurt sein heißgeliebtes Bier. Fantasy-Island2

 

 

Schon nach sehr kurzer Zeit fielen uns aber die stechenden Kleintiere auf, weshalb wir zurück zur Aleppo fuhren.

 

 

 

 

 

Fri. 11.05.: Vergangene Nacht hat es der Wind sehr gut gemeint und auch tagsüber zeigt er was er kann. Fährt man mit dem Dinghy eine kleine Strecke, ist man nass  wie ein Pudel. Das hält Kurt aber nicht davon ab, in den Ort zu fahren. Er muss Antifouling kaufen für das Unterwasserschiff, welches hier bedeutend billiger sein soll als in Guatemala. Nach 2 Stunden war er zurück und wie schon gesagt, pudelnass. Leider bekam er nicht das richtige Mittel, somit muss er jetzt noch zur Werft, die hinter dem Brooxy Point ist. Hoffe, dass sein Weg nicht umsonst ist. Wir warten jetzt auf ein gutes Wetterfenster um unsere letzte Etappe antreten zu können.

Jonesville Bight – French Cay Harbour

03.05. – 08.05.2012

Josef hat gestern seine Papiere bei uns vergessen, deshalb kam er  vor dem Ablegen an Bord. Es entstand noch eine rege Unterhaltung, aber wir haben ja keine Eile, denn French Cay Harbour ist nur 7 Meilen entfernt von Jonesville. Wir kamen gut durch die Ausfahrt und hatten feinstes Segelwetter. Schon nach einer Stunde fiel der Anker vor den 2 hübschen kleinen Inseln (Big und Little French Cay) auf Grund. Es liegen noch insgesamt 18 Yachten hier und vor Fantasy-Island.Ankerfeld French Habour Wir haben uns ein feines Plätzchen ausgesucht, mit Blick zu den hübschen Pavillions mit natürlichem Riffpool, welches sich zwischen den Inseln befindet. (Geckobar und Restaurant).  

 

French Cay Beach Club1

 

 

 

 

 

 

French Cay Beach Club2

 

 

 

 

French Cay Beach Club3

 

 

 

 

 

 

Wie wir später bemerkten, gehört dieses kleine Resort zu einem Hotel, welches gegenüber am Festland ist und ihre Gäste mit einer Lancha hin- und her transportiert zum Schnorcheln, Baden und Verweilen. Keine “No See Ums” werden uns heute plagen. Leider beginnen sich aber 3 Einstiche bei Kurt zu entzünden.

Fri 04.05.: Fahren am Vormittag zur Salida, die bereits seit 1 Woche hier vor Anker liegt. Sie informieren uns über das Wichtigste, auch dass die Silver Sea und die Allways unterwegs nach hier sind und am Nachmittag hier ankommen werden. Anschließend fuhren wir  zum kleinen, netten Yacht Club “Prooxi Point”, werden Mitglied (15,- USD pro Yacht und Woche). Dürfen Duschen, Toiletten und Waschmaschine/Trockner benützen, 1x pro Woche – Samstags – gibt es einen Shuttlebus zum großen Supermarket und am Abend eine Party. Klingt alles sehr gut, oder?

Sa. 05.05.: Um 9 Uhr waren wir im Yacht-Club, bekommen da Kaffee und Croissant, steigen später Holzstufen in einer idyllischen Umgebung hoch, die zur Straße führen und fahren pünktlich um 9Uhr30 ab. Der Bus war voll besetzt. Der Supermarket ist riesig und gepflegt, man bekommt fast alles. Wir fuhren abends mit einer Tasche voll Essen zur Party. Waren aber wohl etwas spät dran, weil die meisten Leute schon speisten. Vieles von den Köstlichkeiten war schon vergriffen, aber es gab noch gute Nachspeisen. Susi von der Motoryacht Cabaret organisierte den Verlauf der Party mit Spieleinlagen, es war sehr lustig und amüsant.Mexicannightparty

So. 06.05.: Bei Kurt entzünden sich 2 Einschläge immer mehr. Am Abend durfte ich ihn endlich mit Betaisadona behandeln. Hoffe nur, dass dies genug ist. Ich glaube fast, dass eine zusätzliche Antibiotikabehandlung schon von Nöten wäre, aber jeder der meinen Kurt kennt weiß, wie hartnäckig er sein kann.

Mo. 07.05.: Sitze früh morgens in der Plicht und beobachte eine einfahrende Yacht, welche aber plötzlich vor der markierten Einfahrt still steht. Aktion pur, entweder liegt sie am Riff oder sie hat ein anderes Problem. Wir können leider mit unserem 3,5 PS Dinghymotor nicht helfen, aber es fahren insgesamt 5 Dinghys hin. 3 Dinghys mit starkem  Motor schleppen sie in den Yachtclub. Am Ankerplatz kommt Schwung rein, zuerst fahren 3 Yachten aus und etwas später 2. Sie verlassen die Bay, fahren aber Richtung Guanaja. Mittags wurde im Club Hähnchen gegrillt, dazu gibt es ausgezeichnetes Kartoffelpüree und einen Salatteller zu einem sehr günstigen Preis. Das möchten wir uns nicht entgehen lassen. Bei dieser Gelegenheit nahm ich gleich einen Riesensack voll Schmutzwäsche mit, aber leider kann ich heute nicht mehr waschen. Na, dann eben morgen.

Di. 08.05.: Während der Nacht blies der Wind recht fleißig, aber morgens wurde es fast windstill. Wir haben heute  wieder herrlichen Sonnenschein und es ist bereits sehr heiß (31° morgens um 8Uhr). Um 8 Uhr war die erste Waschmaschine gefüllt und ich sitze derweil auf der schattigen Terrasse vom Club und schreibe Berichte. Heute Abend gibt es Happy Hour und anschließend einen Film, da werden wir sicher wieder dabei sein. Um 11Uhr war ich mit allem fertig. Die Hitze wird unerträglich, kein Windhauch weht, keine Wolken verdecken die Sonne. Da wir sowieso nur mehr wenige Lempiras haben und der Hitze an Bord entfliehen wollen, beschlossen wir nach Coxen Hole zu fahren. Mit dem Dinghy ging es zum Shrimpsdock von Old French Harbour (wo die Shrimpsflotte ihre Schiffe reparieren, da zur Zeit Schonzeit ist) und machten es hier fest. Wanderten dann einen kleinen Hügel hoch und wieder runter zur Hauptstraße. Mit einem Taxi, dessen Fahrer nicht nur nett und freundlich war, sondern auch noch sehr gut englisch sprach, brachte uns ins Zentrum von Coxen Hole (80,- Lempiras für 2 Personen = € 3,20). Coxen Hole ist die größte Stadt von Roatan, wo sich hinter einem kleinen Park die Büros von der Immigration und des Port Käpitäns befinden. Coxen Hole Überraschenderweise ist die Stadt sauber, ein Geschäftsladen reiht sich an den anderen und die Leute sind furchtbar nett und hilfsbereit. Bald hatten wir wieder Moneten in der Tasche, ein kühles Salva Vida (nationales Bier) und ein großes Glas naturfrischen Melonenjuice vor uns stehen und genießen ein hervorragendes Menü im schattigen Vorgarten eines gut besuchten Lokales. Später schlenderten wir noch in der Stadt herum, Coxen Hole2 Coxen Hole1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

bevor wir zurückfuhren nach French Harbour. Am Schrimpsdock angekommen fanden wir zuerst unser Dinghy nicht, aber wir bekommen Zeichen von einem Mann, dass es am anderen Ende liegt. Die Schiffe wurden sandgestrahlt, deshalb verlegten sie es. Na wow, jetzt haben wir auch noch jede Menge schwarze Sandkörner geladen. Das sah wieder nach Arbeit aus. Als wir bei der Aleppo waren, wurde das Dinghy sofort hochgehoben und mit Wasser ausgespült und gereinigt. Ende gut alles gut.

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15. Dezember 2018, 19:09
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Wind: 6 kts W
Böen: 6 kts
Sonnenaufgang: 07:49
Sonnenuntergang: 17:16
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