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Isla Linton IV

24.04. – 25.04.

Ostersonntag: Wir genossen ein herrliches Osterfrühstück und waren voller Tatendrang. Kurt widmete sich wieder dem Generator, der nach dem Zündkerzenwechsel schnurrte er, als wäre nie was gewesen. Juchuu, eine Sorge weniger und weil der Tag heute so gut anfing wurden alle unsere Reserve-Wasserflaschen ins Dinghy gepackt und mit klarem Quellwasser aufgefüllt. Hans, vom Restaurant Casa X ist so ein netter Typ, er hilft wo er kann, ist immer gut drauf und  verlangt nichts dafür. Wir durften die letzten Tage immer unsere Flaschen füllen, was immerhin pro Abfüllung an die 80 Liter waren. Am Nachmittag waren wir mit anderen Seglern bei Binnie eingeladen, die ein herrliches Anwesen auf einem Hügel bei der Ankerbucht besitzt. Sie ist Amerikanerin und mit ihrem Mann sehr viel gesegelt, bevor sie sich in Panama niederließen. Leider ist ihr Ehemann Roger letztes Jahr verstorben, er wurde im Beisein anderer Segler auf seinem Anwesen bestattet. Leider hatten wir keinen Fotoapparat mit, denn dieser Roger hat das ganze Grundstück mit soviel Liebe in Eigenregie umgestaltet, was grandios ist. Es sind 2 Häuser eingebettet in einer parkähnlichen, jedoch auch urigen, Vegetation, geziert mit kleinen Holzbrücken, gepflasterte Gehwege und zwischen tropischen Pflanzen und Bäumen wurden liebliche Sitzbänke zum Verweilen hingestellt. Bei der großen Terrasse fließt ein kleines Quellenbächlein hindurch, auch hier gibt es kleine Holzbrücken darüber, die eingebunden sind. Mit besonderen Steinen, Muscheln, Holzfiguren, Hängematten etc. wurde alles dekoriert. Ein Paradies, welches der Hausherr nach der Fertigstellung nicht lange genießen konnte. Wir haben wieder viele neue Gesichter kennen gelernt und bei Eis, Kuchen, Snacks und Drinks – jeder brachte etwas mit -  wurde viel erzählt und Erfahrungen ausgetauscht. Auf dem Retourweg kehrten wir noch kurz bei Hans (Casa X)ein und ein paar Minuten später verhinderte ein plötzlicher Regenguss unsere Dinghyfahrt zur Aleppo. Also blieben wir noch etwas länger.

25.04.: Wir unternahmen eine tolle Flussfahrt  durch die Mangrovenlandschaft zur Panamarina, 05a Auf den Weg zur Pananmamarina die in einem perfekten, geschützten Mangroven-Creek Moorings ausgelegt haben. Geführt wird diese Marina von Jean Paul und Sylvie Orlando. Ein  guter Standort, um eine Yacht für einige Monate liegen zu lassen, da sie auch ein Boot-Service anbieten. Ufff, gleich bei der Einfahrt zum Dinghy-Pass blieben wir in einer Untiefe stecken und ein Blick in die Wassertiefe zeigte uns einen wunderschönen hohen Korallenstock, der übersät war mit roten und orangen Blüten. Da haben wir aber Glück im Unglück gehabt, denn wir waren sofort wieder frei und haben auch nichts beschädigt, da Kurt sofort den Motor hob und uns mit dem Ruder abstieß. Nun richtete sich unsere Aufmerksamkeit mehr in die Untiefen zu gucken und nicht nur in die Landschaft zu schauen. Drinnen im Flussbecken -  das manchmal sehr eng wurde,05 Auf den Weg zur Pananmamarina um sich dann wieder wie ein See auszubreiten – gab es nicht mehr so viele Riffe. Als wir kurz einmal anhielten, sahen wir Tigermantas ganz an der Oberfläche dahin schweben. Leider konnte ich keinen in die Kamera bekommen. Wir legten an der Pier an und besichtigten die Marina, an deren Vergrößerung  gearbeitet wird. Sonst rührte sich rein gar nichts, alles war ruhig, man sah keine einzige Menschenseele, nur ein Hund bellte, als wir dem schönbemalten Gebäude näher kamen.

 

05b Panamarina Das kleine französische Restaurant, sowie auch das Office waren heute leider geschlossen. Wir spazierten noch ein wenig auf dem Gelände herum und irgendwie tat es uns leid, hier keinen Platz mehr bekommen zu haben.

05c Panamamarina

 

 

 

 

 

Dann fuhren wir wieder retour und waren, nun beim Ausgang, sehr vorsichtig. Mit freiem Auge sahen wir den vielfärbigen Korallengarten mit  Gehirn- und Fächerkorallen, hier dürfte die Unterwasserwelt noch vollständig lebendig sein. Kurt möchte gerne noch Gasoline für den Generator besorgen, den wir am Ende des kleinen Dorfes Lindo bei einem Privathaus kaufen konnten. Unterwegs bekam ich von einem kleinen Mädchen einfach so zwei Muscheln geschenkt und gerade heute habe ich keine Süßigkeiten mit. Ärgerlich!! Plötzlich hörten wir eine Stimme aus einem Lautsprecher tönen und folgten dieser, denn meistens sind das fahrende Händler und vielleicht hat dieser sogar Gemüse dabei. Bingo, auf der Ladefläche standen Kartons mit Obst und Gemüse und alles sieht so frisch aus. Ich kaufte folgendes ein: 8 Bananen, 1 große Ananas, 3 Gurken, 1 Melone, 4 Mangos, 5 große Fleischtomaten, 4 knackige Paprika und 1 großen, festen Eishäuptlsalat für nur unglaubliche  6,-US$.  So günstig war es schon lange nicht mehr. Vor lauter Freude gingen wir zum Hans essen. Obwohl Kurt vor hatte heute noch nach Portobello weiter zu fahren, es aber schon etwas spät dazu war, konnte ich ihn leicht überreden erst morgen aufzubrechen. Mit Freude gab ich die Badeleiter nach unten und genoss noch einmal das herrliche erfrischende Meer.

Isla Linton III

20.04. – 23.04.

Während der Nacht hat es geregnet, somit gab es eine Schlafunterbrechung, mussten doch die Luken schließen und alles dicht machen. Am Morgen waren wir mit unserem Energiestrom wieder auf dem Nullpunkt, deshalb wollte Kurt gleich den Generator starten. Er versuchte und versuchte diesen in Gang zu kriegen, aber er wollte einfach nicht. Entweder hat er vom Regen was abbekommen oder es gibt eine andere Ursache, dabei ist er so toll gelaufen gestern Abend. Ok, dann müssen wir eben den Motor starten und außerdem braucht Kurt eh wieder eine Beschäftigung. Tagsüber hat sich auch die Sonne wieder gezeigt und lieferte genug Energie in die Panelen. Ich bekam eine Putzwut und reinigte das ganze Innenleben, legt sich doch langsam wieder Schimmel an, sogar die Polsterüberzüge färben sich dunkel. Also gibt es auch Osterputz auf der Aleppo. Nachmittags fuhr die SY-Nautibaer in der Bucht ein und ankern hinter uns. Ich war bei Einbruch der Dunkelheit so ko, dass ich ohne vorher zu lesen, sofort einschlief.

21.04.: Kurt ist etwas nervös wegen dem Generator und holte sich ein paar Tipps bei Paul. Er war anschließend lange Zeit damit beschäftigt, aber ohne Erfolg. Der Generator ließ sich nicht starten. Dann fuhr Kurt zur Nautibaer rüber, um diese zu begrüßen und eventuell ein paar Infos für Boca del Torro zu bekommen. Hans meinte: “was willst Du in Boca?, geh doch in die Panamarina”. Kurt informierte ihm, dass wir da schon vor ein paar Wochen um einen Liegeplatz angefragt haben, aber die Nachricht bekamen, dass sie voll sind. Er war da einige Saisonen, kennt Gott und Frankreich da und meinte, vielleicht etwas für uns tun zu können. Sie kommen morgen bei uns vorbei und er wird dann in der Marina anrufen. Während Kurt um Wasser zum Restaurant Casa ‘X fährt, fange ich mit dem Kochen vom Osterfleisch an. Später kochten und färbten wir auch gleich die Eier, rot, gelb und orange. Die gelbe Farbe hat bei den braunen Eiern nicht gut angenommen, sie sahen aus, als ob sie Gelbsucht hätten. Somit mischte ich gelb, orange und rot und wir hatten schöne orangerote Eier. Kurt rieb sie dann mit der frisch gekochten Speckschwarte ein und verlieh ihnen somit einen wunderschönen Glanz. Der Duft im Boot war verlockend, man musste sich wirklich zusammennehmen, nichts davon zu kosten.

22.04.: Nach dem spärlichen Frühstück fing ich an, den Teig für das Osterbrot abzumischen und rasten zu lassen. Eine  Stunde später kamen Hans und Susanne 03 aBesuch von Nautibaer Hans u. Susanne 03 Besuch von Nautibaer Hans u. Susanne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

an Bord und bei Gin Tonic und Rumpunsch wurde viel erlebtes erzählt. Der Anruf bei der Panamarina war negativ, sie sind eben voll ausgebucht. Schade, aber wir haben die fixe Reservierungsbestätigung von der Boca-Marina, die allerdings noch 170 Meilen entfernt ist. Es wurden noch einige Drinks genossen und niemand dachte an den Fastentag. Werner und Xtina von der Windance III, die kurz vorbei kamen, ließen sich nicht einmal auf einen Drink einladen, versprachen aber zu einem späteren Zeitpunkt zu kommen. Kurt fuhr nochmals zu Paul, vi elleicht kann er sich den Generator doch anschauen, denn Kurtis Bemühungen blieben erfolglos. Die 2 Laibe Osterbrot sind riesig groß geworden und duften herrlich. Hier konnten wir uns nicht mehr zurückhalten und probierten ein großes Stück. Dann setzte ich noch das Sauerteigbrot an, bevor wir zufrieden in unsere Kojen verschwanden. Für eine gute Osterjause morgen war alles getan.

23.04.: Ostersamstag, es gab zum Kaffee süßes Osterbrot mit Butter und Marmelade. Mmm, fein! Auch Kurt konnte nicht widerstehen und verdrückte einige Stücke, entgegen seiner Gewohnheit nur Kaffe zu trinken. Dann kam Paul und checkte den Generator, probierte dies und jenes, aber nichts rührte sich. Bleibt nicht anderes übrig, als den Tank zu reinigen und das Öl zu wechseln. Nach 1 Stunde und einem Bier verließ uns Paul und Kurt war dann den ganzen Vormittag dabei, um alles erdenkliche zu tun. Abwarten und Tee trinken! Das Wetter ist fantastisch, es scheint die Sonne vom blauen Himmel und die See ist ruhig. Eine gute Gelegenheit sich die Nachbarinsel Isla Grande anzusehen und die Windance zur Osterjause einzuladen. Auf der sehr populären Isla Grande war die Hölle los, die Beach war voll mit Menschen aus Panama und Kolumbien, die hier ihre Osterferien verbringen. Im Wasser tummelten sich eine Unmenge von Badelustigen, ein Schwarm von diesen Waterscooters kurvten mit hoher Geschwindigkeit auf dem Waser herum, sodass sich die Wellen überschlugen und die Windance zum schaukeln brachten. Dann fuhren wir zum Strand und spazierten an der Beach entlang, wo sich ein Lokal nach dem anderen reiht. Das ist tatsächlich eine belebte Insel, man fühlte sich wie an einem Touristenort in Italien. Überall lagen Bier- Rumflaschen und Dosen herum, standen Kühlboxen unter schattenspendenden Palmen und im Sand spielten Kinder mit Erwachsenen. Die Wassertaxis sind ständig mit hohem Speed am Hin- und Herfahren zwischen dem Festland La Guaira und der Insel Grande. Als wir alles besichtigt hatten, fuhren wir nochmals zur Windance und fixierten die Osterjausenszeit. Pünktlich um 16:30Uhr trafen sie mit einem hübschen Osterkörberl ein, welches mit gekochten -lieblich in Seidenpapier gewickelten – Ostereiern und Rochas-Pralinen gefüllt war. Danke liebe Xtina und Werner. Wir verbrachten einen wunderschönen, lustigen Nachmittag miteinander, genossen das himmlisch gute Osterfleich – ein großes Danke noch meiner Schwester, meiner Nichte  und der Familie Mitteregger – die Eier, das Brot und die Mischungen. Ein gutes Schnapserl aus Ilz sorgte für unsere Verdauung.

04 Die Osterjause 2011

04b Osterjause mit Werner nu. Christina 04a Osterjause mit Werner nu. Christina

Isla Linton II

18.04 – 19.04.

Kurt ist fieberfrei und schon wieder quicklebendig. Montag morgens hat er die letzte der 3 Antibiotikatabletten eingenommen und wir hoffen, dass es bald vorbei ist mit dem ewigen Einschmieren und Verbinden. Wegen der Röte – die abermals auftrat – machen wir uns keine Sorgen, denn die gleiche Reaktion hatte er schon vor mehr als einem Jahr in Fortalezza (Brasilien) nachdem er Antibiotika einnahm. Auf alle Fälle werden wir aber diese Woche noch einen Arzt aufsuchen, um Gewissheit zu haben, dass wir alles richtig gemacht haben. Jedenfalls fühlte sich Kurt so wohl, dass er den nun gut getrockneten und reparierten Seewasserfilter wieder einbaute. Es scheint wieder besser zu funktionieren, aber mein Kapitano ist noch immer nicht 100%ig zufrieden. Nach getaner Arbeit genossen wir die tolle Abendstimmung und entschieden uns, doch gleich morgen früh mit dem Bus nach Colon zu fahren. 02a Abendstimmung Isla Linton

Um 8:30Uhr stiegen wir in den Costa Arribe Bus ein, der uns nach Colon bringt. 01 Busbahnhof Colon Von der Busstation fuhren wir mit dem Taxi ins Krankenhaus und beim Aufnahmeschalter brachten wir mit Händen und Füssen der Rezeptionistin bei, weshalb wir hier sind. Nach längerem Hin- und Her und einem Sprachengemisch von ein wenig spanisch und englisch, ging sie mit uns zum anderen Ende der Krankenanstalt und führte uns in ein Zimmer, wo sich 2 weißbekleidete Frauen (Ärztinen??) unterhielten. Auch hier sprach keine englisch, aber die mitgebrachten, bereits leeren Medikamentenschachteln halfen, dass sich eine Dame erhob und uns in ein anderes Zimmer führte, dessen Einrichtung nur aus zwei Stühlen und einen Schreibtisch bestand und welches wohl die Ordination ist. Im Nebenraum konnte ich zwar ein Untersuchungsbett sehen, aber die  Wunde wurde trotzdem nicht angesehen, es wurden nur 3 Rezeptblätter für die Apotheke geschrieben und eine Blatt für eine Spritze, die dem Kurt eine hinzu gerufene Schwester in den Hintern jagte. Für die Spritze und die Konsultation bekamen wir eine Honorar-Rechnung von 32.-$.  Das war es! Jedenfalls waren wir um 11 Uhr aus dem Krankenhaus. In der gegenüberliegenden Apotheke erhielten wir zwar die Fucidin-Salbe, aber von zehn verschriebenen Floximax (Antibiotika-Tabletten) bekamen wir nur eine Fünferpackung. Mehr hatten sie nicht auf Lager. Da wir im Colon 2000 (Einkaufszentrum) waren, sahen wir uns gleich um einen Optiker um und erfreulicherweise werden hier Brillen nur nach genauester Augendiagnostik angefertigt. In ca. 1 Woche hat Kurt wieder eine gute Gleitsichtbrille, denn seine alte hat er in der Bucht von San Blas versenkt. Nach einem arabischen Mittagsmahl gingen wir zum Nautic Club von Colon und sahen uns da ein wenig um. Hier trafen wir die Crew von der SY-Sunburn, die morgen durch den Kanal geht. Kurt wollte als Leinenhalter mitgehen, aber mit seiner Wunde ist das fast unmöglich. Später gingen wir noch in die Free Zone, denn wir wollten einen Dehumifier (Luftentfeuchter) kaufen, wurden aber nicht fündig. Wieder am Busbahnhof angekommen verbrachten wir die längere Wartezeit mit amüsanten Beobachtungen der vielen Menschen, die verkaufen und kaufen, Kaugummi kauen oder eine Erfrischung zu sich nahmen. Mit dem letzten Bus um 17:30 Uhr 01a Busbahnhof Colon fuhren wir  zurück zu unserem Ankerplatz und  kamen da bei Dunkelheit an. Kurt musste noch den Generator starten, der wieder wie ein Glöckchen ansprang. Leider hat sich aber ein Yachtie über den Lärm aufgeregt und des Friedens Willen stellten wir ihn wieder ab.

Isla Linton

12.04. – 17.04.2011

14c Ankerplatz Isla Linton  14a Ankerplatz Isla Linton

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

14 Ankerplatz Isla Linton

 

Entgegen unserem Plan – am nächsten Tag weiter nach Portobello zu segeln – entschlossen wir uns länger hier zu bleiben. Kurt ist mit einigen technischen Problemen wie Seewasserpumpe am Monatg konfrontiert und möchte hier diese lösen. Wir sind nämlich an einem wunderbar geschützten Platz, wo vieles möglich ist. Gestern Abend hatten wir netten Besuch von den Schweizer Weltumseglern Barbara und Uli von der SY- Antares Royal, unseren unmittelbaren Nachbarn, die uns auch einige Informationen von den Örtlichkeiten gaben. Dienstag Mittag fuhren wir mit dem Bus nach Sabanita zum Ray-Supermarket einkaufen. 1a5 Bus aussen 15 Bus innen  Ca. 1 Stunde gutes Sightseeing eines Teiles von Panama für

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

nur $ 1,30. Das Land ist herrlich grün (es regnet auch viel), hügelig, hat viel Weideland, wo viele Kühe grasen. Die Straße, die wegen der starken Regenfälle im Dezember stark beschädigt und unpassierbar war, wurde erneuert und ist gut befahrbar. Die kleineren Ortschaften sind halbwegs sauber, nur im Ort Portobello, wo wir eigentlich auch hin wollten, liegt der Müll herum. Die Ankerbucht ist zwar sehr schön, aber das Wasser ladet nicht zum Baden ein. Manche Segler meiden daher diesen Ankerplatz, dessen Ankergrund aus dunklem Schlick besteht. Beim Reden lernt man Leute kennen. Mittwoch erfuhren wir, dass hier ein Mechaniker mit seiner Yacht “Sunrunner” unweit von uns ankert. Das war für Kurt der Punkt auf dem “I”. Sofort suchte er diesen auf und der symphatische Amerikaner Paul Bellia, versprach am nächsten Morgen zu kommen. Donnerstag vormittags war der Salon wieder zur Baustelle umgewandelt und mittags wussten wir bereits, dass wir am Freitag nach Panama-City fahren müssen. Auf der Einkaufsliste sind einige Ersatzteile notiert, welche wir für die zerlegte Seewasserpumpe  benötigen. Freitag morgens um 5:15 Uhr  – es war noch dunkel – rasselte uns der Wecker aus dem Tiefschlaf. Bei der Fahrt zum Dinghy-Dock fing es kurz zu regnen an, hätten wir doch einen Schirm oder Regenjacke mitnehmen sollen, jetzt war es zu spät dafür. Mit zerwühlten Haaren saß Hans mit seiner Frau schon am Frühstückstisch, dabei ist es erst 6 Uhr. 10 Minuten später standen wir wartend bei der Busstation mit Blick in den gegenüberliegenden Friedhof. Inzwischen war es hell geworden und der Regen hat auch aufgehört. Nach langen 20 Minuten warten, kam der mit Schulkindern besetzte Bus  endlich um die Kurve gerauscht. Wir ergatterten noch einen Sitzplatz – eng, aber immerhin – bis Sabanita, wo wir umsteigen müssen. Eine Fußgängerbrücke führte uns auf die andere Seite der Schnellstraße, wo wir wieder ca. 20 Minuten auf den Bus warten. Beim Einsteigen drängten sich die Leute, jeder wollte mitkommen. Ich hielt mich bei Kurt fest, der ebenfalls um einen Platz kämpfte. Wieder Sightseeing pur. Nach ca. 1 1/2 Stunden waren wir in Panama-City, nahmen ein Taxi, der uns zur angegebenen Adresse brachte, aber uns mit dem Fahrpreis näpfte. Er verlangte statt $4 eben $7,- und unwissend wie wir waren glaubten wir pro Kopf 3,- bezahlen zu müssen. Nix wahr!!! Man nennt das Lehrgeld zahlen. Dimar S.A. ist ein gut sortierter Laden mit freundlichem und kompetentem Personal und wir bekamen alle Ersatzteile für die Seewasserpumpe die wir brauchten und das zu günstigen Preisen. Die Zündkerze für den Generator bekamen wir in einem Autoshop und Ersatz-Kühlgas für den Kühlschrank erhielten wir bei Cool Sports, beide Geschäfte waren in der Nähe von  Dimar. Unsere Schnell-Tagesreise nach Panama-City und zurück hat sich gelohnt. “Mehr brauchst net”. Samstag war Reparaturtag, Paul kam fast pünktlich, um die Ersatzteile einzubauen, alles war perfekt, nur tat sich ein neues Problem auf. Vom Seewasserfilter war der Einlauf korridiert und wies ein Loch auf. Ich weiß nicht, ob wir jemals ohne Reparatur auskommen können. Kurt fühlte sich morgens schon nicht sehr wohl, die Wunde am Fuß sah wieder schlimm aus und ich bestand darauf, dass er jetzt Antibiotika einnimmt. Am Nachmittag bekam er Schüttelfrost, war nur noch müde, hatte keinen Hunger, bekam Fieber und schlief bis am nächsten Morgen.16a Kurt hat Fieber Als er noch immer fieberte, suchte ich die geeigneten Tabletten, die er sogleich nahm. Eine Stunde nach Einnahme der Tablette verdrückte er zum Kaffee 4 Spiegeleier und Brot, ein Zeichen, dass es ihm wieder besser ging. Außerdem ist heute Sonntag und das ist bei uns schon Tradition, dass es immer Eier zum Frühstück gibt. Dann hielt er wieder ein Gesundheitsschläfchen bis Mittag. Es wurde von Stunde um Stunde besser, trotzdem wird heute nicht gearbeitet, ich verordnete ihm Bettruhe.

16 Antibiotikaauswirkung

West Lemmons – Porvenir – Isla Linton

10. – 11.04.

Der letzte Tag ist angebrochen und schwermütig wurden die letzten Arbeiten verrichtet. Wir lassen uns aber Zeit und genießen die letzten Stunden im Paradies. Es war 16:30 Uhr, als ich den Anker heben musste.  Wir fuhren langsam durch das Ankerfeld und den vorgelagerten Riffen, setzten außerhalb die Segeln und holten sie erst wieder ein, als wir in Porvenir einfuhren. 10c Porvenir Es waren diesmal nur wenige Yachties hier, deshalb können wir den Anker an der gleichen Stelle, wie schon einmal, in die Tiefe gleiten lassen. Noch vor Einbruch der Dämmerung fuhren wir mit dem Dinghy an den Strand und gönnten uns im Airporthotel ein einfaches, aber gutes Abendessen. Hoffentlich nicht das letzte Mal, wir wollen nämlich wieder kommen, in der nächsten Saison.

11.04: Kurt machte sich früh morgens auf den Weg zur Immigration, da wir eine Zarpe bis Colon brauchen. Es lebe der Papierkrieg und die Gebühren (16,50$) dafür.

10c Zarpe Porvinir

 

Meine Wenigkeit war beschäftigt mit den üblichen Ablegevorbereitungen. Es dauerte nicht lange, da war Kurt zurück und wir konnten ablegen. Bye, bye San Blas, bye bye du schönes Kuna Yala. Kein Einbaumboot, kein freundliches Lächeln von den kleingewachsenen Menschen mehr, es wird uns unendlich fehlen. Langsam ging es gegen dem Wind, Wellen und  Gegenströmung der Riffausfahrt  zu, dann tauchten wir direkt in den San Blas Channel ein und erst nach ca. 6 Meilen bekamen wir den echten Wind zum Segeln. Hurtig zischte unsere Aleppo Richtung WEST, bis Isla Linton, das ca. 40 SM entfernt ist. Mit Wehmut blickten wir zurück zu den immer kleiner werdenden Palmeninseln, jedenfalls solange bis wir sie nicht mehr sehen konnten, dann gab es nur noch Meer und die Küste von Panama. Es waren einige Segelboote unterwegs, alle fuhren in dieselbe Richtung. Auf der Höhe Isla Grande überlegten wir, 10b Ilsla Cabra ob wir da einfahren sollen, aber wir entschieden anders, weil sie erstens nicht soweit auseinanderliegen und zweitens der Weg zum Landgang von Isla Linton zum Festland um einiges näher ist. Wir segelten nach ca. 6 Stunden dem gut belegten Ankerplatz zu und ließen den Anker vor der grünen, mit einigen Palmen bewachsenen Kulisse von der AffenInsel, in die Tiefe fallen. Das zum Ankerplatz benötigte Motorgeräusch wurde abgewechselt von lustigem Vogelgezwitscher und kreischenden Affenlaute. Die Insel Linton ist  im Privatbesitz von Mr. Allan Baitel, jedoch unbewohnt, ausgenommen von einigen schwarzen Affen, die auf den Hügeln leben. Sie sind demnach die echten Besitzer der Insel, – kein Spaß! 14b Ankerplatz Isla Linton Am Nachmittag kommen sie zum Dinghydock und betteln um

12 Affe auf Linton

Bananen. Man sollte ihnen aber nicht zu nahe kommen, sie sind zwar freundlich wenn man hinkommt, setzen sich auf einen, essen aus der Hand, aber werden sehr aggressiv wenn man die Insel wieder verlassen will. Letzte Woche wurde eine Frau im Gesicht gebissen. Wir sehen uns das lieber mit einem Sicherheitsabstand an. Für was hat man sonst einen Zoom am Fotoapparat. Gegenüber beim Festland gibt es eine kleine – mit bunten Häusern geschmückte – Village (Puerto Lindo) 11a Puerto Lindo und etwas südlich davon den Dhingydock, wo man direkt vor einem Restaurant festmachen kann. Der Restaurantbesitzer Hans ist Holländer und spricht auch deutsch. Das Bier kostet hier nur 0,75 Cent, ein großes Glas frisch gepresster Fruchtsaft 1,-$ und ein köstliches Fleischmenü 6,-$ oder ein vorzügliches Shrimpsmenü 8,-$.  Hmmm, schleck, schleck!

13 Hans Restaurante

 

 

 

13b Hans

 

 

 

 

 

 

 

   13c Hans Restaurante

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15. Dezember 2018, 18:49
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